Twistringer Stadtführung im Sitzen am 22. November / Tickets im Vorverkauf

Milchfuhrleute, Backhäuser und Fränzi

Freuen sich auf den 22. November: Lydia Schierenbeck (v.l.), Marion Urbanski, Gaby Wessels, Hildegard Imm, Hedwig Harms, Silke Perin und Paul Wiese. Foto: Wilke

Twistringen - Von Theo Wilke. Einst mit Pferd und Wagen unterwegs, zogen die Fuhrleute durchs Dorf, sammelten die frische Milch der Bauern ein und lieferten sie bei der Molkerei ab. Diese Menschen waren ein ganz wichtiger Pfeiler des gesellschaftlichen Dorflebens. Dies wird ein Thema für die nächste Twistringer Stadtführung im Sitzen am Freitag, 22. November, ab 19 Uhr im Rathaus sein. Karten gibt es dafür ab sofort im Bürgerservice.

„Vier kleine Vorträge, jeweils etwa 15 Minuten lang, sind diesmal vorgesehen. Das wird ein kurzweiliger und spannender Abend, und wieder mit nicht so bekannten Geschichten aus Twistringen und umzu“, verspricht Silke Perin, Tourismus-Fachfrau der Stadt. Die Gästeführung im Sitzen sei der Renner. Inzwischen reißen sich die Gäste um die Tickets, die es für acht Euro gibt. Nur 100 Teilnehmer haben Platz im großen Rathaussaal. Erneut ist eine lockere Bestuhlung vorgesehen.

Die etwas andere Gästeführung gibt es seit 2012 in Twistringen, anfangs noch in der Stadtbücherei. Auch heute bietet sie Altes, Neues, Wissenswertes und Wiederentdecktes, Geschichten und Anekdoten. Als kulinarische Ergänzung werden zwischen den Kurzvorträgen regionale Spezialitäten zum Probieren gereicht. „Da werden wieder alle Sinne angesprochen. Lassen Sie sich überraschen“, heißt es im Gästeführer-Team.

Über den Alltag der früheren Milchfuhrleute in Twistringen und den Ortschaften wird Gaby Wessels erzählen, vom Weg der Milch von den Höfen zur Molkerei. Anfang 1978 gab es die letzten Fuhren zur Molkerei und nur noch drei Fuhrleute.

„Von der Mühle zum Brot“ steht über dem Beitrag von Lydia Schierenbeck, seit 2016 im Team der Twistringer Gästeführung. Die Zuhörer erfahren etwas über die Geschichte der einstigen Wasser- und Windmühlen seit 1700, und speziell über die Zeit der Bottermannschen Mühle an der Bahnhofstraße. Schierenbeck berichtet auch über das Brotbacken auf dem Lande und die alten Backhäuser – und von einer „auch sehr schönen Zeit“.

Ein Stück Twistringer Geschichte ist auch die vor einigen Jahren verstorbene Fränzi Behrens, die sich ehrenamtlich und maßgeblich unter anderem für die Nähstube im Museum der Strohverarbeitung engagiert hatte. Mit Fränzi Behrens greift Gästeführerin Hedwig Harms ein weiteres Twistringer Frauenprofil auf. Harms schlüpft wie vor einem Jahr in die Rolle der „Alwine“, diesmal in einem neuen Kleid.

Marion Urbanskis Thema wird sein: „Verliebt, verlobt, verheiratet“. Sie ruft alte Hochzeitsbräuche in Erinnerung. Davon sind zahlreiche noch erhalten und werden gern gepflegt. „Früher gab es auch schon Hochzeitsbitter“, so Urbanski. Es geht in ihrem Kurzvortrag ebenfalls um Essen und Kleidung. Mehr verrät sie vorher aber nicht.

Schließlich wird Maria Thamm ihren Beitrag kombinieren: Einmal geht es rund um das 850-jährige Bestehen der Ortschaft Natenstedt in diesem Jahr. Zu anderem wirft Thamm noch einmal eigen ganz eigenen und auch amüsanten Blick auf das 100-Jährige des Turnvereins Heiligenloh.

Eintrittskarten

gibt es ab sofort für acht Euro im Bürgerservice des Twistringer Rathauses.

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