Stadt will Probleme am Bahnhof lösen

Mehr Plätze für Radler und besseres P & R

Zu wenig Fahrradständer, Park & Ride lässt zu wünschen übrig Die Stadt weiß um die Probleme am Twistringer Bahnhof.. - Foto: Wilke

Twistringen - Von Theo Wilke. Unzureichende Bahnsteigzugänge, Bushaltestellen und Fahrradstellplätze sowie schlechte Pflege von Grünanlagen und mangelhalftes Parkplatzmanagement: Am Twistringer Bahnhof muss einiges verbessert werden, um die heutigen Anforderungen zu erfüllen.

„Nein, überrascht hat mich das Ergebnis eigentlich nicht. Wir wissen um die Probleme“, betont Twistringens Erste Stadträtin Birgit Klingbeil. Die Stadt, erklärt sie, werde das Thema in die Ratsgremien einbringen.

Die Kritik am Bahnhofsumfeld steht in der jüngsten Studie des Zweckverbandes Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen. Für die Bahnhöfe zwischen Lemförde und Bremen hatte die Agentur BahnStadt aus Berlin eine Qualitätserhebung vorgenommen (wir berichteten).

Unter dem Strich schnitt Twistringen nur „befriedigend“ ab. Den Bahnhof nutzen täglich rund 1 800 Pendler und Gäste der Stadt. „Der Handlungsbedarf für eine bahnhofsnahe P+R-Anlage am Bahnhof Twistringen ist offensichtlich“, steht in der Studie, die Klingbeil vorliegt. Vorgeschlagen wird unter ander eine „Verlagerung der P+R-Stellplätze in Richtung Ladestraße“.

Vor Jahren schon seien die Park&Ride-Anlage (P&R) sowie der Bahnhofsvorplatz und der Fahrradstandbereich mit Fördergeldern neu gestaltet worden, erläutert die Erste Stadträtin. Heute würden inzwischen ganz andere Maßstäbe angelegt, auch was das Sicherheitsempfinden der Nutzer angehe. Dazu beitragen würden nicht zu dicht gepflanzte und zu hoch gewachsene Gehölze auf dem Parkplatzgelände. Erst recht nicht in der dunklen Jahreszeit.

„Wir wollen die Probleme angehen“, sagt Birgit Klingbeil auf Nachfrage. Im Frühjahr habe der Bauhof bereits die Grünflächen zwischen den Parkplätzen radikal beschnitten und für eine bessere Übersicht gesorgt. Aber schnell wachsen solche Gehölze nach. Deshalb sei von Bauhofleiter Thorsten Ellinghausen der Vorschlag gekommen, weniger Solitärgehölze, dafür mehr Bodendecker zu pflanzen.

Den Park&Ride-Parkplatz in Richtung Bahngleis zu verlegen, sei nicht möglich, stellt die Bürgermeister-Stellvertreterin fest. Aber den Standort könne man verbessern. Schließlich: Die Wege vom Auto zum Bahnhof seien doch relativ kurz. Im Übrigen gebe es schon weitere Parkplätze entlang der Straße Am Bahnhof.

Kein Frage, es fehlen am Bahnhof genügend Abstellplätze für Fahrräder. Die sind bei den Pendlern sehr begehrt. Auch hier will die Verwaltung handeln.

Das Ergebnis der Bahnhofsstudie werde die Verwaltung in die Gremien einbringen und beraten lassen, so Klingbeil. Letztlich müsse die Politik entscheiden. Der Stadtentwicklungsausschuss beschäftige sich zurzeit mit dem Parkraumbewirtschaftungskonzept in der Stadt. Da passe dieses Thema gut hinein. Allerdings gab die Erste Stadträtin zu bedenken, dass angesichts der knappen Spielräume im Haushalt zunächst die Machbarkeit verschiedener Maßnahmen geklärt werden müsse.

Ob in diesem Jahr noch einiges umgesetzt wird, lässt Klingbeil offen. Die Pflege der städtischen Bereiche am Bahnhof sei eine Daueraufgabe. Wenn darüber hinaus investiert werde, dann müsse man wohl an anderer Stelle entsprechende Mittel kürzen. Für das Bahnhofsgebäude selbst sei der Eigentümer aus Bassum zuständig.

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