Mehr Kontrollen und härtere Strafen

Jugendarbeit kritisiert Umgang mit Shisha-Bars

Landkreis - In Twistringen hat vergangene Woche eine neue Shisha-Bar eröffnet. Allerdings mussten noch ein paar Auflagen erfüllt werden. Zum Beispiel fehlte ein Schild, auf dem steht, dass nur Personen ab 18 Jahren Zutritt haben.

„Wir werden diese Woche prüfen, ob die Auflagen erfüllt worden sind“, sagt Carsten Werft vom Ordnungsamt der Stadt. Ist das nicht passiert, werde das Amt das Gespräch mit dem Betreiber suchen.

Eine schärfere Kontrolle, damit wirklich keine Minderjährigen an den beliebten Wasserpfeifen ziehen, wünschen sich Mitglieder der Jugendarbeit im Südkreis. Denn sie beobachten, dass viele Jugendliche Shisha-Bars besuchen können, da die Betreiber nicht genau hinschauen und die Bars kaum überprüft werden. „Aber das ist ein bundesweites Problem.“

In Diepholz und Barnstorf hätten Minderjährige Zutritt zu den Räumlichkeiten und könnten dort Wasserpfeifen konsumieren. Das gehe schon seit Jahren so, sagen die Mitarbeiter, die nicht mit Namen erwähnt werden wollen, um das Vertrauensverhältnis zwischen ihnen und ihrer Klientel nicht zu zerstören.

Mehr Kontrollen seien sinnvoll, ebenso wie härtere Sanktionen gegen die Betreiber bei Verstößen und Aufklärung in der Schule, finden die Mitglieder der Jugendarbeit. Allerdings weisen sie auch auf die Schwierigkeiten hin. „Ist die Einrichtung als Kulturverein angemeldet, dürfen dort auch Jugendliche hinein.

Mindestalter 18 Jahre

Shishas dürften zwar nur an 18-Jährige rausgegeben werden, aber wenn eine Gruppe die Bar besucht, von der einer 18 ist, könnte der die Wasserpfeife für die anderen holen“, sagt ein Mitarbeiter. Es gebe sehr viele Grauzonen, die das Ganze erschweren. „Eine dauerhafte Kontrolle wird man wohl nicht einrichten können.“

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Die Ordnungsämter sind dafür zuständig, zu prüfen, ob Minderjährige sich in Shisha-Bars aufhalten. Kontrollen gebe es tatsächlich aber eher selten, sagt Jörg Kohröde vom Ordnungsamt Barnstorf. Die jüngste sei mit dem Zollamt im September 2017 erfolgt, da es dabei auch um nicht zugelassenen Tabak gegangen sei.

Ordnungsamt könnte häufiger kontrollieren

„Problematisch sind die Personalsituation und die Öffnungszeiten der Bars, abends und am Wochenende. Dafür müssten Mitarbeiter eventuell Überstunden aufschreiben.“ Bisher kontrolliert das Ordnungsamt immer auf Hinweise. Doch das soll künftig anders werden. „Wir müssen öfter kontrollieren“, sagt Kohröde.

Bisher habe das Amt in Barnstorf nur Verwarnungen ausgesprochen, weil die Jugendlichen, die man in den Bars erwischt habe, knapp unter 18 Jahren gewesen seien. Sind die Gäste allerdings viel jünger, kann es auch Bußgeldverfahren hageln und im härtesten Fall wegen Unzuverlässigkeit eine Gewerbeuntersagung ausgesprochen werden. - juk

Rubriklistenbild: © dpa

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