Neue Sportförderrichtlinie

Mehr Geld für die Twistringer Sportvereine

Twistringen – Twistringens Sportvereine bekommen künftig mehr Geld von der Stadt. Der Rat hat eine entsprechende Neufassung der Sportförderrichtline beschlossen. Bei der Frage, wer wie viel bekommt, wird jetzt stärker auf die geleistete Jugendarbeit geschaut. Die großen Vereine profitieren besonders stark.

Statt wie bisher 25 000 Euro werden nun 30 000 Euro pro Jahr für den laufenden Betrieb aufgeteilt. Für Investitionen sind zusätzlich 27 000 Euro im Topf.

Für jedes Mitglied unter 18 zahlt die Stadt ab sofort pauschal sechs Euro. Einen extra Zuschlag obendrauf gibt es für Vereine, die „herausragende Jugendarbeit“ betreiben (pro Mitglied acht Euro zusätzlich). Was „herausragend“ ist, soll sich daran orientieren, ob in dem Verein mindestens 100 Jugendliche gemeldet sind.

Die Sportvereine in Twistringen erhalten künftig mehr Geld. Wer besonders viele Jugendliche trainiert, profitiert besonders stark von der neuen Förderrichtlinie.

An dieser Stelle gab es Kritik von den Grünen: „Uns fehlt die Rücksichtnahme auf die kleinen Vereine“, sagte Heinfried Dießelberg. Er findet es schade, dass eine Anregung der DLRG nicht bedacht wurde. Die hatte infrage gestellt, ob „herausragende“ Jugendarbeit nur an der Zahl der jugendlichen Mitglieder gemessen werden sollte.

Im Gegensatz dazu wurde eine Anregung des SCT noch in der Förderrichtline eingearbeitet: Der Sportverein hatte angemerkt, dass in dem ursprünglichen Entwurf nicht mehr finanziell berücksichtigt wurde, dass seine Anlagen auch für Schulsport genutzt werden. Der Verwaltungsausschuss hat da nachjustiert.

Sowohl die Anregung der DLRG als auch die des SCT waren recht kurzfristig eingegangen. Dass die eine nun noch berücksichtigt worden sei und die andere nicht, bringe ein Ungleichgewicht, meinte Hermann Niederwestberg (Grüne). Er beantragte, das Thema noch mal im Fachausschuss aufzurollen, bevor man es „mit Gewalt durchboxt“. Dafür bekam er keine Mehrheit.

Horst Küpker (FWG) dürfte das gefreut haben. Er bestärkte seine Meinung, dass die Vereine das Geld dringend bräuchten und die Politik endlich ein Zeichen setzen müsse.

Die Änderung der Förderrichtlinie geht auf einen Antrag zurück, den die FWG bereits 2019 gestellt hatte. Bis zur Ziellinie hat es also eine Weile gedauert, was damit zu tun hat, dass zwischendurch die Idee eines Sportförderrings ins Spiel kam – ein Umweg, wie sich rückblickend feststellen lässt. Vielleicht wäre der Sportförderring ja doch der richtige Weg gewesen, meinte Bernhard Kunst (CDU). Er war jedoch dafür, die Richtlinie zu beschließen, um sich nicht im Kreis zu drehen.

Laut Bürgermeister Jens Bley hat es für das Papier lange gebraucht, und vielleicht sei es auch noch nicht komplett ausgegoren. Aber es sei bewusst so gestaltet, dass die Stadt noch bedarfsgerecht agieren könne. Die Tür sei an der Stelle nicht zu. „Aber wir haben eine Grundlage, mit der wir arbeiten können.“

Der Rat verabschiedete die Richtlinie mit 16:7 Stimmen.

Von Katharina Schmidt

Rubriklistenbild: © imago

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