„Jeder Pflanztag ist ein Aktionstag“

Mehr Bäume gegen den Klimawandel

Twistringen - Von Theo Wilke. Am Dienstag ist der Tag des Baumes, am 27. November 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. Den deutschen „Tag des Baumes“ gibt es seit dem 25. April 1952.

Damals pflanzten Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, im Bonner Hofgarten einen Ahorn. Hat dieser Tag auch eine Bedeutung für die Twistringer? Fragen an die städtische Agenda-Beauftragte Ulrike Ehlers.

Frau Ehlers, heute ist der internationale Tag des Baumes. Bundesweit wird er seit 65 Jahren begangen. Welche Bedeutung hat er für Sie? Ist er rot markiert in ihrem Kalender oder ist in Twistringen ein solcher Tag mit besonderen Aktionen gar nicht notwendig?

Ulrike  Ehlers

Ulrike Ehlers: Nein, der Tag ist nicht rot markiert und besondere Aktionen sind auch nicht notwendig. Die Agendagruppe Stadtentwicklung und Landschaftspflege setzt sich seit 18 Jahren im Stadtgebiet dafür ein, dass Bäume gepflanzt werden. So konnten bisher an die 500 Bäume gepflanzt werden, ohne dass es spezielle Aktionstage dafür gibt. Jeder Pflanztag ist ein Aktionstag.

Was fällt Ihnen spontan zum Tag des Baumes ein? Etwa die vielen, vielen Bäume, die Sie von städtischer Seite beziehungsweise mit der Agenda-Gruppe und Ehrenamtlichen in der Vergangenheit bereits gepflanzt haben?

Ehlers: Mir fällt ein, das wir alle das Buch von Felix Finkbeiner (15 Jahre alt) lesen sollten: „Alles würde gut“. Darin ruft er die Bevölkerung auf, gegen den Klimawandel Bäume zu pflanzen.

Gibt es unabhängig vom Tag des Baumes etwas, das Sie über die bisherigen Aktionen hinaus noch gerne, für den Umwelt- und Naturschutz umsetzen würden?

Ehlers: Schön wäre es, wenn wir neue Baugebiete bekommen würden, die mit einheimischen Gehölzen durchgrünt würden und nicht mit Kirschlorbeer und Thujahecken. Außerdem möchte ich durch Staudenpflanzungen mehr Farbe in die öffentlichen Beete bekommen.

Rund 500 Bäume wurden schon gepflanzt.

Was steht bei Ihnen als städtische Agendabeauftragte für 2017 und die kommenden Jahre auf der Dringlichkeitsliste? Was ist überhaupt machbar angesichts knapper kommunaler Finanzen?

Ehlers: Da die Kassen knapp sind, sollten wir bei Baumpflanzungen auf Qualität und nicht auf Quantität setzten. Das heißt: lieber weniger Bäume pflanzen und dafür den richtigen Standort und die richtige Sorte auswählen. Ich möchte vermehrt verschiedene Klimabäume pflanzen. Das sind dem Klimawandel angepasste Baumsorten, die auch mit großen Temperaturschwankungen und Trockenheit klarkommen und außerdem nicht so anfällig sind für Schädlinge, Pilze und Bakterien.

Rubriklistenbild: © Imago

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