Deutsche und Ausländer beteiligt

Massenschlägerei am Bahnhof: Gründe weiterhin unklar

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Twistringen - Von Theo Wilke und Sandra Bischoff. Die Massenschlägerei vom Dienstagabend hat die 12.000-Seelen-Gemeinde Twistringen aufgeschreckt. Mehrere Verletzte hatte es bei der gewaltsamen Auseinandersetzung im Bereich des Bahnhofs gegeben. Die Hintergründe liegen noch weitgehend im Dunkeln.

Laut Staatsanwalt Marcus Röske aus Verden ist zurzeit noch nicht klar, was genau sich da zwischen 19 und 20 Uhr zugetragen hat und was der Auslöser für die Schlägerei gewesen ist. „Die Ermittlungen dauern an.“

Es müssten viele Personen befragt werden, das benötige Zeit, so Röske weiter. Fest stehe lediglich, dass sich zwei Gruppen begegnet seien, eine mit Deutschen, die zweite mit Personen anderer Nationalitäten. Beide seien in Streit geraten, in dessen Verlauf einer der Ausländer plötzlich ein Messer in der Hand gehalten haben soll.

Mutmaßlich hätten die anderen Mitglieder dieser Gruppe versucht, beschwichtigend auf ihn einzuwirken und seien dabei verletzt worden, so die Staatsanwaltschaft. Details zu den Personen wollte Röske mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen.

Lautes Geschrei und Baseballschläger

Bürgermeister Martin Schlake war am Dienstagabend im Rathaus. Ihn hat diese „Gruppenbildung und massive Auseinandersetzung“ sowie die starke Polizeipräsenz am Bahnhof überrascht. „Sowas hat es bisher in Twistringen nicht gegeben“, sagt er. Nun wisse man zumindest, dass sowohl Deutsche als auch Ausländer beteiligt gewesen seien.

Eine Anwohnerin berichtet: „Ich habe das am Abend live mitbekommen. Plötzlich hörte ich lautes Geschrei von draußen. Als ich durchs Badezimmerfenster schaute, standen da so 20 oder 25 Menschen an der Ecke Bahnhofsvorplatz und Konrad-Adenauer-Straße.“ Da wären einige mit Baseballschlägern auf andere losgegangen und hätten sie verfolgt. 

„Verstanden habe ich nicht, was da geschrien wurde. Das waren ausländische Stimmen“, ist sie sich ganz sicher. In der Vergangenheit habe es wohl vereinzelt Auseinandersetzungen im Bahnhofsbereich gegeben. Aber so massiv – nein, das habe sie noch nicht erlebt.

Feuerwehr leistet Hilfe bei Koordinierung

Dann seien Polizei und Rettungswagen vorgefahren. Rettungskräfte hätten Verletzte versorgt. Die Polizei habe nach Spuren gesucht. Sie selbst habe danach nichts mehr mitbekommen. Inzwischen sei es wieder einigermaßen ruhig am Bahnhof.

Laut Feuerwehrsprecher Jens Meyer wurden zehn Feuerwehrleute um 19.48 Uhr zum Einsatz „Massenanfall von Verletzten“ an den Bahnhof beordert. Sie unterstützten den Rettungsdienst bei der Koordination. Weitere Kräfte mussten nachgefordert werden, um eine Fläche am Bahnhof auszuleuchten und damit die Ermittlungen der Polizei zu erleichtern. Gegen 22 Uhr war der Einsatz beendet.

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