Zeichen stehen auf Flurbereinigung

Marode Wege, Brücke und Schlatts in  Ridderade und Stophel

+
Schieflage: Die nicht mehr tragfähige Brücke von Stophel nach Ellinghausen könnte im Rahmen der Flurbereinigung saniert werden, ebenso die Holperstraße.

Ridderade-Stophel - Von Theo Wilke. „Die Wirtschaftswege sind marode. Eine Brücke nach Ellinghausen ist nicht mehr tragfähig“, beschreibt Olaf Stührmann vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Sulingen einige Zustände in den Bauerschaften Ridderade und Stophel. Auf jeden Fall würde sich hier eine Flurbereinigung anbieten. Dies haben auch mehr als 30 Einwohner am Mittwochabend bei Witte in Borwede erkannt und einen Arbeitskreis gebildet. Zehn mutige Köpfe, die sich erstmalig im Februar treffen.

Der Arbeitskreis sei die Voraussetzung dafür, dass die Landesbehörde das Vorhaben in den kommenden ein bis zwei Jahren begleite, so Stührmann. „Ich brauche eine klare Haltung und eine breite Zustimmung. Wir geben den Rahmen und bringen das Geld mit.“ Die klare Haltung zeigte sich beim Infoabend. Und es wurden viele Fragen gestellt.

Der Vorstoß für die Flurbereinigung kommt nicht von ungefähr: 2017 hatte Stührmann bereits Gespräche mit Einwohnern in Ridderade, saß ebenfalls mit Landwirten zusammen. Nun ist Stührmann sicher: „Es macht Sinn, über eine Flurbereinigung nachzudenken.“ Die Wege seien schlecht, die Flächenstruktur könnte verbessert werden. Zudem gebe es auch wertvolle Moorgewässer und Schlatts. Da lasse sich einiges im Bereich Natur- und Landschaftsschutz machen. Außerdem brauche die Stadt Twistringen weitere Ausgleichsflächen.

Der Arbeitskreis (v.l.): Roland Helms, Viola Braun (Landesamt), Gerda Martens, Christian Gelhaus (Stadt Twistringen), Hinrich Horstmann, Take Nienstermann, Bernd Gaumann, Ludwig Stühring, Arnd Brand, Anke Borchers (Ortsbürgermeisterin), Heidrun Spehlbrink, Karin Bretthorst und Imke Meyburg-Kirschner.

Bevor es richtig losgeht, gibt es einen vorbereitenden Prozess für den Arbeitskreis, der in etwa sechs bis acht Sitzungen gemeinsam mit dem Landesamt für regionale Entwicklung sowie der Kommune klären wird, was im Rahmen der Flurbereinigung möglich und wichtig ist. „Wir geben aber nichts vor“, betont Olaf Stührmann. In ein bis zwei Jahren folge eine Bürgerversammlung – und die Entscheidung, ob man in die Flurbereinigung einsteigen werde.

Bis dahin muss sich der Arbeitskreis mit Hilfe des Landesamtes konkrete Maßnahmen und Ziele überlegen und formulieren. Stührmann weiter: „Und am Ende weiß man dann auch, was wie viel kostet und wofür es Zuschüsse gibt.“ Die Teilnehmergemeinschaft steht erst fest, wenn das Verfahren genehmigt ist.

„Und wenn es am Ende gar nicht dazu kommt, ist es auch kein Problem“, so Stührmann. Wichtig seien jetzt der vorbereitende Prozess und die Möglichkeit für die Ridderader und Stopheler, sich mit ihren Dörfern, der Infrastruktur und dem Umfeld zu befassen. Die Umsetzung der Flurbereinigung werde vom Landesamt nicht vorausgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Leipzig und Augsburg mit Mühe im Pokal weiter

Leipzig und Augsburg mit Mühe im Pokal weiter

Flutkatastrophe in Indien trifft Hunderttausende

Flutkatastrophe in Indien trifft Hunderttausende

Syker Gourmetfestival

Syker Gourmetfestival

Weyher Ortsschildlauf

Weyher Ortsschildlauf

Meistgelesene Artikel

„Tag des Motorsports“ lockt mehr als 6 000 Besucher

„Tag des Motorsports“ lockt mehr als 6 000 Besucher

„Hammer, Hammer, Hammer!“

„Hammer, Hammer, Hammer!“

Bürgermeister schickt sich selbst auf die Strecke

Bürgermeister schickt sich selbst auf die Strecke

Erst Werder-Sieg gegen Worms, dann Wein in Weyhe

Erst Werder-Sieg gegen Worms, dann Wein in Weyhe

Kommentare