1250 Teilnehmer beim Umzug

Twistringer Schützenfest eingeläutet

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Die Majoretten führen den Umzug an – sie feien in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen.

Twistringen - Von Sabine Nölker. „Happy Birthday!“ Der Twistringer Schützenverein feiert seinen 90. Geburtstag und zahlreiche befreundete Vereine stehen Schlange, um zu gratulieren. Der Sternmarsch mit 21 Vereinen sowie sechs Musikzügen und ein grandioses Feuerwerk stimmten auf drei Tage Ausnahmezustand ein.

„Ein Volksfest muss uns erhalten bleiben“, hieß es schon zur Gründung am 4. Mai 1927. Dieser Wunsch der vier Gründungsväter, Georg Nobis, Karl Schulte, Dr. Gottfried Rulle und Bernhard von der Ecken, ging in Erfüllung. Auch 90 Jahre später reisen Menschen aus der Region an, um gemeinsam das größte Schützenfest im Kreis zu feiern – und um König Simon Hammann und seiner Königin Hanna Schröder die Aufwartung zu machen.

Grandioses Feuerwerk

Bereits am Samstagnachmittag wimmelte es nur so von Grünröcken in der Stadt. Es gab vier Treffpunkte. Den Startschuss gaben die Bullenbacher Jäger aus Vechta mit ihren Kanonen, der „Dicken Berta“ und der „Kleinen Elfriede“ vom Parkplatz der Volksbank aus. Vom Vereinslokal „Zur Penne“, dem Strohmuseum, dem Feuerwehrhaus sowie von der Schützenhalle machten sich mehr als 1250 Schützen und Musiker auf den Weg.

Unter großer Beteiligung der Bevölkerung folgte eine große Geburtstagsfeier, bei der die Musikzüge eine Kostprobe ihres Könnens zum Besten gaben. Viel zu schnell kam das Kommando „Antreten zum Zapfenstreich“ von Bataillonskommandeur Johannes Harms. Während sich die Zuschauer auf den Rängen des Stadions des SCT verteilten, nahmen Gastgeber und Gastvereine ihren Platz auf der Aschebahn ein. Nach dem traditionellen Ablauf mit dem Singen der Nationalhymne bot sich ein grandioses Feuerwerk. Daran an schloß sich die Feier im Zelt.

Kremserwagen klappern 60 Stationen ab

Der Sonntagmorgen war vor allem für die Mitglieder des Spielmannszuges erneut ein Härtetest. Bereits um sieben Uhr machten sich die Frauen und Männer mit den Jugendlichen auf zwei Kremserwagen auf den Weg, um knapp 60 Stationen anzufahren. Sie weckten die Mitglieder des Königshauses, des erweiterten Vorstandes sowie den Festwirt.

Vorsitzender André Meyer (l.) und Bataillonskommandeur Johannes Harms begrüßen die Gäste im Zelt.

Um 11 Uhr begann der Gottesdienst im Festzelt. Im Anschluss folgte der Frühschoppen im Biergarten und eine weitere Kostprobe des Blasorchesters. Am Nachmittag gab es den feierlichen Empfang des Königs mit Festansprache durch den Vorsitzenden André Meyer im Zentrum der Stadt, bevor die Majoretten für eine Überraschung sorgten. Sie werden in diesem Jahr 30 Jahre alt und hatten fast alle Ehemaligen, sprich die Gründungsmitglieder, zum Umzug gebeten. Alle gingen Seite an Seite – ein Bild, das für Jubel bei den Zuschauern sorgte.

Antreten am Montag ab 16 Uhr

Begleitet von den Spielmannszügen Abbenhausen und Twistringen, der Marchingband Sound of Sulingen sowie dem Blasorchester, der Freiwilligen Feuerwehr und den Marhorster Schützen, machte sich der Umzug auf den Weg zum Königinnenhalt an der Luchtenburg. Nach kurzer Rast setzte sich der Tross Richtung Festplatz in Bewegung, wo nach den Ehrentänzen das Kinderschützenfest mit Jens Hannekum sowie das Medaillenschießen in der Schützenhalle begann.

„Eine tolle Geburtstagsfeier und ein wirklich grandioser Festball am Abend machen Lust auf mehr“, meinte der Vorsitzende. Mehr gibt es bereits Montag ab 9 Uhr, wenn sich die Schützen vom Gasthaus „Zur Penne“ auf den Weg zur Schützenhalle machen, um dort nach einem Katerfrühstück das Königsschießen auszurichten. König Simon und Jungschützenkönig Tim Hammann suchen ihre Nachfolger. Gegen 11 Uhr startet der Festkommers, um 16 Uhr ist das Antreten in der Stadtmitte geplant.

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