Unser Dorf hat Zukunft

Heiligenloh: Kunterbunt –und günstige Bauplätze

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Die „Unser Dorf“-Jury im Heiligenloher Beeketal.

Heiligenloh - Von Detlef Voges. „Na, wie geht’s?“, sang der Kinderchor der Grundschule Heiligenloh und hieß am Mittwoch die Busbesucher willkommen. Die kamen in offizieller Mission, hat sich doch Heiligenloh nach 1980, 2002 und 2008 erneut am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt.

Die 14-köpfige Kreiskommission machte sich ein Bild vor Ort und fand in den Gastgebern kundige und engagierte Führer. Allen voran Anke von der Lage-Borchers. Die Ortsbürgermeisterin warb beredt „für ihr kunterbuntes Heiligenloh, günstige Bauplätze und ein gesundes Vereinsleben“. 

Selbst dem Fehlen eines intakten Internetempfangs konnte die Ortsbürgermeisterin etwas Positives abgewinnen – die Ruhe und das Besinnen aufeinander. Die Gemeinschaft sei ein besonders Merkmal. Für sie auch ein wesentlicher Beleg dafür, dass sich die Heiligenloher in ihrem Dorf wohl fühlen.

Altenbetreuung in Ex-Schnapsbrennerei?

Die Schule mit angrenzendem Sportplatz und Kindergarten als Start für die Bereisung erwies sich als lebhafter Schauplatz. Die Kinder spielten und schauten ab und an mal in die Halle, um zu sehen, was die Gäste so umtrieb. Schulleiterin Elke Meyer lobte die Stadt Twistringen, die 400.000 Euro in die Schule investiert habe. 

Ein Beitrag, der dafür sorge, dass die Einrichtung lebendig bleibe. Die Kommission konnte die Kreativität des Hauses sogar greifen: von Schülerhand hergestellte und gestaltete Keramikfliesen, die den Weg von der Schule zum Kindergarten individueller präsentieren sollen.

„Na, wie geht’s?“ sangen Schulkinder zur Begrüßung.

Direkter Nachbar ist der Turnverein mit Halle und Sportplatz. Maria Tamm stellte den Club vor. Mit gut 700 Mitgliedern rangiert er zahlenmäßig sogar über der Einwohnerzahl Heiligenlohs. Auch auf die Betreuung älterer Menschen hat sich der Ort eingestellt. Pflegedienst-Leiterin Jutta Seelhoff berichtete von 25 Mitarbeitern, die 75 Frauen und Männer betreuen.

Rundfahrt durch das Dorf

Während der Busfahrt informierte Reiseführerin Ilse Austerhoff vom Verkehrs- und Verschönerungsverein die Kommission über Altes und Neues, denkmalgeschützte Häuser, neue Wohngebiete mit Solarzellentechnik. Vorbei an Feldern und Weiden, begleitet von Schwalben, entfaltete Heiligenloh seine landschaftlichen Reize. Eine grüne Idylle mit alter Mühle und Beeketal mit Rundweg. „Natur pur“, begeisterte sich Austerhoff und verwies auf gepflanzte Kopfweiden und Eichen sowie auf ein Biotop.

Stolz ist man offenkundig auf seinen Einkaufsmarkt an der Hauptstraße. „Humpe muss sein, hier wird eingekauft“, so Ortsbürgermeisterin von der Lage-Borchers.

Unklar ist noch die Zukunft der alten Gebäude der ehemaligen Schapsbrennerei im Ortskern. Altenbetreuung lautet für von der Lage-Borchers ein mögliches Modell. „Daran arbeiten wir aber noch.“

Am denkmalgeschützten Backhaus der Familie Bauermeister am Göpel endete die Besichtigungstour.

Elmar Könemund dankte im Namen der Kommssion für die Heiligenloher Gastfreundschaft und lobte den demonstrativen Zusammenhalt im Ort. Die Wettbewerbsentscheidung der Jury steht noch aus.

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