Küchen-Team im Zeltlager versorgt täglich 2000 Personen / 1000 Kilo Lebensmittel für das Mittagessen

„Beschwerden sind streng verboten“

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Andreas Hüsker (l.) und Manfred Dierks (Küchenmeister in Rente) haben alles im Griff.

Marhorst - Von Tobias Kortas. Täglich um die 2000 Leute mit Mittagessen zu versorgen, ist schon eine Herkules-Aufgabe. Eine Tonne an Nahrungsmitteln brauchen bis zu 20 ehrenamtliche Mitarbeiter dafür täglich, verrät Andreas Hüsker vom Küchen-Team. Doch damit nicht genug: Schließlich gibt es ja noch Frühstück mit 3500 Brötchen und bis zu 450 Liter Kakao.

Andreas Hüsker, Autoverkäufer aus Eydelstedt, tritt locker auf. „Bei uns wird zu jedem ‚Du‘ gesagt“, erklärt er überschwänglich und meint damit das Küchen-Team im Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager. Sind die Team-Mitglieder nicht gerade mit ihren üppigen Aufgaben beschäftigt, sitzen sie beieinander und scherzen. Dazu passt auch das große Schild, das während der Essenszeiten demonstrativ den Kücheneingang schmückt: „Es ist verboten, sich über das Küchenpersonal und den Geschmack der Speisen zu beschweren.“

Doch nicht nur mit dem Humor funktioniert es bei den Mitarbeitern. „Die Zusammenarbeit klappt hier echt hervorragend. Wenn es mal irgendwo brennt, ist immer jemand zur Stelle. Das hilft mir sehr, wenn ich, wie heute, viel Stress habe“, erzählt Imke Wübbold aus Groß Lessen. Die Bürokauffrau hat die Aufgabe, täglich 60 bis 70 Personen, zum Beispiel Allergiker, mit sogenannter Sondernahrung zu versorgen. Für diese wichtige Aufgabe ist Wübbold bestens geeignet, denn sie ist eine gelernte hauswirtschaftliche Betriebsleiterin.

Abwechselnd sind die Mitglieder des Küchen-Teams für das Mittagessen, die Zubereitung des Abendessens und für das Frühstück eingeteilt. „Der Morgen beginnt um kurz vor 6 Uhr mit dem Kakao-Kochen“, berichtet Imke Wübbold.

Nach einem gemeinsamen Frühstück um 8 Uhr, bereitet das Team bis 11.30 Uhr das Mittagessen vor. „Heute gibt es Fisch mit Kartoffelsalat, nebenbei bereiten wir 280 Kilogramm Gulasch für morgen vor“, so Hüsker. Zum Gulasch gibt es 250 Kilogramm Nudeln.

Zehn Mitglieder des Küchen-Teams sorgen für die reibungslose Essensausgabe. Innerhalb von zwei Stunden werden 2000 Personen beköstigt.

Das dreckige Geschirr nehmen Mitglieder der Jugendfeuerwehren entgegen. „Die Abwaschstraße ist eine Art Strafdienst für die Jugendlichen.“ Da versteht es sich von selbst, dass das Küchen-Team jeden Tag auf möglichst viele „straffällige“ Bewohner des Zeltplatzes hofft.

Bis spätestens 15.30 Uhr sind der Abwasch und das Saubermachen nach dem Mittagessen erledigt. Gegen 16.45 Uhr kümmern sich laut Wübbold schon wieder drei bis vier Leute um das Abendessen. Um 20.30 Uhr ist dann auch für sie nach einem langen Arbeitstag Feierabend.

Damit auch genug Essen vorhanden ist, hat das Team drei Übersee-Container mit Vorräten organisiert. Bis zu 24000 Kilogramm passen dort rein. Gestern wurden laut Hüsker noch Lebensmittel nachgeliefert. Für deren Zubereitung haben die Küchen-Mitarbeiter unter anderem zwei Konvektomaten (Heißluftöfen mit je 125 Liter Fassungsvermögen) zur Verfügung.

Und was essen die Jugendlichen im Zeltlager am liebsten? „Nutella geht sehr gut weg“, meint Hüsker.

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