35. Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager beginnt stürmisch

„Der Sturm war doof, aber sonst ist es super“

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Abwasch ist nicht jedermanns Sache. Zumindest der Blick lässt darauf schließen, dass diese Aufgabe nicht so viel Spaß macht.

Marhorst - Von Sabine Nölker. „Jetzt ist Zeltlager!“ Diese Ansage von Kreisjugendfeuerwehrwart Lars Genthe kam nicht, wie gewohnt, bei der großen Eröffnung auf dem Platz, sondern über Lautsprecheranlage im Hildegard-von-Bingen-Gymnasium. Sturmtief „Zeljko“ sorgte zwischenzeitlich für einen Abbruch des Jugendfeuerwehrzeltlagers in Twistringen. Die 1792 Jungen und Mädchen mussten mitsamt ihren Betreuern evakuiert werden.

„Eröffnungsfeier kann jeder“, meinte Stadtpressesprecher Jens Meyer augenzwinkernd. „In Twistringen ist eben alles anders.“ Und so war es auch eine Sache von nur 55 Minuten, bis das gesamte Lager in die Schule verlegt war. Inklusive Verpflegung und Landrat Cord Bockhop.

„Es war langweilig zu warten, doch die Organisation beim Abendessen war echt super“, lobte Calvin von der Jugendfeuerwehr Diepholz. Dem konnte der Sudweyher Ron nur zustimmen. „Der Sturm war doof, aber sonst ist es super hier!“ Inzwischen sind alle Teilnehmer schon seit einigen Stunden zurück. „Noch vor Mitternacht und ohne große Probleme“, so Kreispressesprecher Matthias Thom.

Die eigentliche Herausforderung wartete auf die Helfer. Sie mussten nicht nur die Wege ausleuchten, sondern die überfluteten Stellen mit Schreddergut füllen. Die Arbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Um an Nachschub der Holzhackschnitzel zu kommen, wurde Landwirt Jens Schwichtenberg unsanft aus dem Bett geworfen. Er nahm es gelassen. „Das bin ich gewohnt, ich habe zwei kleine Kinder.“

„Wir evakuieren!“

Gestern nahm dann das „normale“ Lagerleben seinen Lauf. Das Zeltlager ist in sechs Dörfer unterteilt. Nach und nach wurden die Bewohner aus „Twustern“, „Henckemühle“ oder auch „Pilzenguste“ zum Essen gerufen. Falls die Neuen unter den Lagerbewohnern bis dato dachten, sie werden diese Woche bedient, wurden sie schnell eines Besseren belehrt. Nach dem Anstehen und Frühstücken galt es, die benutzten Bestecke, Teller und Tabletts in der Spülküche in die verschiedenen Körbe zu stellen.

Jugendfeuerwehrzeltlager in Marhorst - der Montag

Jugendfeuerwehrzeltlager in Marhorst - der Montag Teil 2

Gleich im Anschluss starteten die Bundeswettbewerbe. „Wir sind so müde“, gaben die Kinder der Jugendfeuerwehr aus Neuenkirchen zu. „Sechs Stunden Schlaf sind einfach zu wenig.“ Ebenso wie ihre Kameraden aus Ohlendorf, Klein Leessen und Lemförde gingen sie an den Start.

Zeitgleich feierten Gläubige im Festzelt einen ökumenischen Gottesdienst, der von Pastorin Petra Rauchfleisch und Kaplan Jan Witte geleitet wurde. „Leider ist durch das Sturmtief einiges durcheinander geraten“, entschuldigte Kreisbrandmeister Michael Wessels das Fehlen der Kinder und Betreuer. Dafür war die Bevölkerung umso zahlreicher gekommen. Der anschließende Frühschoppen wurde vom Twistringer Blasorchester musikalisch umrahmt. Mit „One Moment in Time“ starteten die Musiker in ein einstündiges Konzert.

„Nun wollen wir hoffen, dass wir den Rest der Woche ruhiges Wetter haben“, sagte Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen. Der vorab ausgearbeitete Evakuierungsplan hat jedenfalls seine Dienste getan und sollte nicht wieder aus der Schublade geholt werden.

KJFW-Teilnehmer zurück in der Zeltstadt in Marhorst

Evakuierung des Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Marhorst

Evakuierung des Jugendfeuerwehrzeltlager in Marhorst

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