Kreative Verkleidungen und herbstliches Wetter beim Erntefest in Stelle

Südwester über dem Kostüm

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Kinder verkleideten sich als schwarzbunte Kühe.

Stelle - Von Heiner Büntemeyer. Auch nach mehr als 60 Jahren ist das Steller Erntefest noch immer ein ganz besonderes Ereignis. Nicht nur für das Dorf, sondern für den weiteren Umkreis. Die Besucher, die sich diesen Festzug anschauen wollen, kommen zum Teil von weit her und staunen über die Kreativität und Fantasie derer, die die Festwagen dekorieren und die Besatzungen sowie die Fußgruppen verkleiden und schminken.

„Ich habe die Anzahl der Gruppen nicht gezählt“, sagte die Vorsitzende des Schießsport- und Heimatvereins Stelle, Mary Putjenter. Aber sie freue sich, dass sie in diesem Jahr unter den Teilnehmern erneut junge Leute entdeckt habe, die zum ersten Mal mitmachen und zusammen mit den „Alten“ eine fröhliche Mischung bilden.

Da gab es den Jungbauern, der mit einem Rasentraktor am Korso teilnahm, oder aus dem Bereich „Burheide“ eine Kindergruppe, die sich als schwarzbunte Kühe verkleidet hatte. Auf einem anderen Wagen befand sich eine Badewanne mit einem knallgelben Quietscheentchen.

Allerdings sorgte das Wetter eher für Gänsehaut. Auch die Palmen auf dem Strandparty-Wagen bogen sich im Wind, und die Mitfahrer hatten sich Südwester über die Köpfe gezogen. Die Blumenkinder froren, aber Inge und Otto marschierten als älteres Pärchen ebenso im Festzug mit wie ein Steller Bürger, der sich einen überdimensionalen Flaschenöffner auf dem Rücken geklemmt hatte. „Für alle Fälle“, wie er behauptete. Auch Schloss Windsor mit „Queen Lisbeth“ durfte nicht fehlen, aber auch die Gartenparty auf dem Wagen litt unter dem Wind. Das störte den Steller Bauern nicht so sehr. Er erntete Zuckerrüben, drehte sie durch den Rübenschneider und demonstrierte auf diese Weise, wie „zuckersüß“ die Steller Landwirte sind.

Erntefest in Stelle

Angeführt wurde der Festzug durch ein Pferdegespann, begleitet wurde er von Mitgliedern des Vereins, die als Ordner für die Sicherheit des Umzuges sorgten und das Marschtempo bestimmten.

Zum Festzug gehört traditionell das Niederlegen eines Kranzes am Ehrenmal. Viele Zuschauer besuchten diese Zeremonie. Während Jörg Schuster auf der Trompete das Lied von „Guten Kameraden“ spielte, legten die Ehrendamen – in diesem Jahr waren es Christa Meyer und Roswitha Schröder – den Kranz nieder.

Nach der Ankunft auf dem Festplatz, wo die Teilnehmer von König Albert Rasche begrüßt wurden, trugen einige starke Männer den Kranz in das Zelt und hängten ihn dort unter dem Dachfirst auf, während die Anwesenden das Lied „Großer Gott wir loben dich“ sangen. Nach dem Ehrentanz begann der Ernteball, bei dem die Kapelle Joy für die richtige Musikmischung sorgte.

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