Ratsausschuss stimmt für Sanierung

Komplettpaket für B 51 im Stadtgebiet Twistringen

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Die Straßenbaubehörde schlägt eine große Sanierung für die Bremer Straße vor. Twistringer Ratsfachausschuss und Ortsrat sind dafür und wünschen auch zwei Querungshilfen.

Twistringen - Von Theo Wilke. Die Skizzenpläne zur Sanierung der B 51 in der Twistringer Ortsdurchfahrt nehmen langsam konkrete Formen an. Mit sieben Ja- und zwei Neinstimmen hat der Ratsausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaft am Mittwochabend im Rathaus eine „einheitliche Wiederherstellung der Verkehrsflächen mit beidseitigem Rad- und Gehweg“ im Bereich von der Bremer bis zur Harpstedter Straße empfohlen. Der Ortsrat hatte sich bereits am Dienstag für eine Querungshilfe in Höhe Osterkamp und im Bereich Nordstraße/Combi ausgesprochen. Das Thema steht in der Stadt schon lange auf der Tagesordnung.

Finanzieller Anreiz für die Kommune: Der Bund würde im Falle einer Komplettsanierung auch zum Teil die neuen Geh- und Radwege bezahlen. Unter dem Vorsitz von Frank Hömer (CDU) erfuhr der Fachausschuss, dass die Landesbehörde für Straßenbau in Nienburg auf die teilweise doch maroden Gehwege, Parkstreifen und Borde hingewiesen hatte.

Der Aufwand, diese bei einer üblichen Straßensanierung wiederherzustellen, würde erheblich größer sein als zunächst erwartet. Auch die Erneuerung der Hausanschlüsse an die zukünftigen Kanäle des Wasserverbandes OOWV im Seitenbereich würden noch mehr in die Nebenanlagen eingreifen.

Deshalb, erklärte die Stadtverwaltung, halte die Landesbehörde eine große Maßnahme für sinnvoll – und berechne der Stadt nur anteilige Materialkosten. Außerdem gebe es hier die Chance, Rad- und Gehweg beidseitig mindestens 2,50 Meter breit anzulegen, plus einen bis zu 75 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen. Wie im weiteren Bauabschnitt Harpstedter und Köglerstraße dürfen die Radwege nur in Fahrtrichtung des Verkehrs benutzt werden.

Gegen die Stimmen von Horst Küpker (FWG), Hermann Niederwestberg (Grüne) und Marion Urbanski (Die Linke) hat der Ratsausschuss mit sechsmal Ja empfohlen, „unter Berücksichtigung und Abwägung aller Belange“ die B 51 zwischen Harpstedter und Westerstraße als Variante 1 zu sanieren – mit Radfahrstreifen beidseitig auf der Fahrbahn. Dabei müssen möglichst viele Kurzzeitparkplätze erhalten bleiben. Von der Wester- bis zur Köglerstraße wird die Variante 2a favorisiert.

Ortsräte für Kreisel an Nienburger Straße

Das würde bedeuten: Beidseitig soll ein Rad- und Gehweg hinter den Linden angelegt werden. Mit der geforderten Maßgabe, so viele stadtbildprägende Bäume wie möglich zu sichern und bei Fällungen entsprechende Ersatzpflanzungen vorzusehen.

Die Ortsräte Twistringen und Mörsen haben sich Anfang der Woche schon damit beschäftigt. Die Mörsener Vertretung möchte, dass der Ortseingang aus Richtung Borwede zur Nienburger Straße hin verlegt wird. Neben der geplanten Querungshilfe in Höhe Kögler- und Raiffeisenstraße wünscht man sich eine Bedarfsampel beim Netto-Markt. Im Gespräch ist auch ein Kreisverkehr. Den halten viele zwar für sinnvoll, aber einer Bedarfsampel räumen sie kaum Chancen ein.

Der Twistringer Ortsrat setzt sich ebenfalls für einen Kreisverkehr im Bereich der Nienburger Straße ein – mit Blick auf eine spätere Ortsumgehung. Ortsräte und Ausschuss sind zudem für einen Radweg über die Köglerstraße hinaus bis zum Siedlungsgebiet Am Brink.

Laut Ortsbürgermeister Hömer sollte geprüft werden, ob der Fahrradweg (bei einem geplanten Schwenk der B 51 vor dem Rathaus) hinter die künftige Parkfläche gelegt werden könnte. Der Ortsrat befürchtet aufgrund des Ernteverkehrs gefährliche Situationen für Radler. Der Radfahrstreifen soll durchgehend rot markiert sein.

Gerade bei den Radfahrstreifen auf der Straße haben Grüne und Die Linke ihre „Bauchschmerzen“. Zu gefährlich, sagen sie. Hermann Niederwestberg: „Radfahrer wollen einen Hochbord. Da fühlen sie sich sicher.“ Neueste Gutachten würden das bestätigen. Manfred Rickers (CDU) darauf: Das sei nicht neu. Man werde sich hier auf die Experten verlassen. Danach seien die Radfahrstreifen die sicherste Lösung.

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