Kolpingsfamilie feiert 125. Geburtstag mit 200 Gästen im Pfarrzentrum

Wichtiger sozialer Baustein

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Hildegard Kreyenborg, Bezirksvorsitzende, und Walter Beckmann.

Twistringen - Von Sabine Nölker. Dichtes Gedränge herrschte gestern Vormittag zunächst in der St.-Anna-Kirche und im Anschluss im Pfarrzentrum. Unter großer Beteiligung der Kirchengemeinde und zahlreich geladener Gäste beging die Kolpingsfamilie ihr 125-jähriges Jubiläum. „Ein echtes Jubiläum“, wie Landrat Cord Bockhop in seiner Laudatio hervorhob. Er zählte ebenso wie Diözesanpräses Monsignore Reinhard Molitor und Bürgermeister Martin Schlake zu den 200 Gästen.

Reinhard Molitor ließ es sich nicht nehmen, die Predigt zu halten. In seiner Ansprache hob er die Bedeutung der Kolpingsfamilie hervor. Sie erkenne die Nöte der Zeit, damals wie heute.

Der St.-Anna-Kirchen-Chor umrahmte den Gottesdienst musikalisch. Die Churchies sorgten beim anschließenden Festakt für den guten Ton.

„Am 18. Mai 1890 wurde der damalige Gesellenverein von sieben Gesellen in Twistringen gegründet“, begann der Vorsitzende Walter Beckmann seine Festrede. Er erinnerte an die wichtigsten Eckdaten der vergangenen 125 Jahre. Einer im Publikum konnte sich an viele wichtige Ereignisse noch erinnern: der 94-jährige Ludwig Kramer. „Seit Menschengedenken dabei und sehr aktiv“, betonte Beckmann.

„Die Nöte der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist“, mit diesem Zitat von Adolf Kolping beendete der Vorsitzende seine Rede und wies auf die sehr aktive Gemeinschaft hin. Er hofft, dass sie auch die nächsten Jahre so weitermachen werde.

„Adolf Kolping hat den Gesellen ein Stück Heimat gegeben“, sagte Pfarrer Arnold Kuiter. Auch heute gebe es eine tiefe Sehnsucht nach Heimat, man müsse nur an die Flüchtlingsfrage denken. Die Kolpingsfamilie solle an dieser sozialen Frage dranbleiben: „Geben Sie vielen Menschen eine Heimat!“

„Im Kleinen wirken, sein Bestes geben, macht zufrieden“, das habe die Kolpingsfamilie in Twistringen 125 Jahre lang getan, resümierte Bürgermeister Martin Schlake. Er sprach seine Anerkennung aus. „Sie sind ein wichtiger sozialer Baustein für Twistringen.“

Landrat Bockhop lobte die Ausdauer der Kolpingsfamilie. Es gebe nicht viele Vereine, die sich nachhaltig in die Gesellschaft einbringen. „Kaum einer erreicht 125 Jahre.“ Deshalb hofft Bockhop, dass diese Gemeinschaft, „in der jeder mit anpackt“ auch weiterhin bestehen bleibe.

Die Bezirksvorsitzende des Bezirkes Bremen Unterweser, Hildegard Kreyenborg, sieht in Twistringen „eine verlässliche Säule“ im Bezirk. „Wir stehen damals wie heute vor großen Herausforderungen“, betonte sie. „Mut tut gut!“, sagte sie, bevor Beckmann zum Beisammensein einlud.

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