Twistringer Klub Frei Weg feiert 50-jähriges Bestehen / Anfang war „Frühschoppen-Kegeln“

Kleiner Vereinskegel ist Pflicht

Feiern das 50-Jährige ihres Kegelklub M/T Frei Weg am 2. Januar: Walter Schurbert, Alfred Meyer, Rudolf Knabe (hinten v.l.) sowie Heinz-Günter Ebenthal und Heinz Bultjer. Foto: Büntemeyer

Twistringen - Von Heiner Büntemeyer. Am 2. Januar 1970 gründeten sechs unternehmungslustige junge Männer aus Mörsen und Twistringen in Bassum im Gasthaus Zum munteren Quell den Kegelclub M/T Frei Weg. Dass diese Gründung vor nunmehr 50 Jahren in Bassum erfolgte, lag daran, dass die damaligen sechs Gründerväter in Twistringen und Umgebung kein Gasthaus fanden, in dem sie regelmäßig kegeln konnten, obgleich es damals mehrere Twistringer Kneipen mit Kegelbahnen gab.

Auch die Bahn in Bassum war voll belegt, doch wenn sie bereit wären, sonntags zum „Frühschoppen-Kegeln“ zu kommen, dann könnten sie auf seiner Bahn die Kugel rollen lassen, überredete sie der Wirt. Fortan kegelten sie 47 Jahre lang an jedem zweiten Sonntagvormittag. Als der Muntere Quell schloss, zogen sie um nach Twistringen, zunächst in das Gasthaus von Gerd Hamann an der Steller Straße, später in den Scharrendorfer Krug und danach ins Gasthaus Zum Grafen. Sie mussten wechseln, weil diese Gasthäuser ihren Zapfhahn endgültig zugedreht hatten.

„Das lag aber nicht an uns“, fügt Alfred Meyer hinzu. Seit 16 Jahren kegeln sie jetzt in der Börse und fühlen sich dort pudelwohl, zumal ihre Wirtin die Bahntechnik erst vor kurzem grundsaniert hat.

Am 2. Januar feiern Walter Schurbert, Alfred Meyer, Rudolf Knabe, Heinz-Günter Ebenthal und Heinz Bultjer das 50-jährige Bestehen ihres Kegelclubs. Inzwischen kegeln sie dienstags, doch immer noch „zielstrebig und intensiv“, wie Heinz-Günter Ebenthal verrät. Aber etwas lockerer lassen sie es schon angehen. Der Zwang, abwechselnd links und rechts die Kugel anzusetzen, sei längst entfallen. „Wir freuen uns, dass wir überhaupt noch runterkommen“, sagt Heinz Bultjer und schmunzelt.

In den 1980er-Jahren wurde der Club zwei mal nach- einander Twistringer Stadtmeister im Kegeln. Leider wurde dieser Wettbewerb danach eingestellt. Aber ihre Ergebnisse könnten sich noch immer sehen lassen. Noch immer erreichen sie bei ihren vereinsinternen Wettbewerben locker den „Schnitt Sieben“. Oft liegen sie noch darüber, denn einen gewissen Ehrgeiz entwickeln sie schon. Bevor abends die erste Kugel rollt, studieren die Kegelbrüder die von Heinz Günter Ebenthal geführten vereinsinternen Ergebnislisten und Tabellen. Er notiere gewissenhaft alle Ergebnisse ihrer zahlreichen Wettbewerbe. Mehrere Wettbewerbe werden über das Jahr ausgespielt. Nach jedem Kegelabend ehrt der Klub den Tagesbesten mit einer Plakette, aber auch der „Pudelkönig“ bekommt eine. Beide Plaketten müssen beim nächsten Kegelabend wieder mitgebracht werden.

Es gibt insgesamt 30 Vorschriften, an die sich die Kegelbrüder halten müssen, und die sind in den Statuten exakt definiert. Dazu gehört auch das Tragen des kleinen Vereinskegels, der vorgezeigt werden muss, wenn sich mindestens drei Kegelbrüder treffen.

Doch die Treffen beschränken sich nicht nur auf das Kegeln. „Wir sind eine Clique und gemeinsam groß und älter geworden“, berichtet Alfred Meyer. Gemeinsam unternehmen sie auch Städtereisen, zwei mal waren sie schon auf Mallorca und die jahreszeitlichen Möglichkeiten zum Feiern wie den 1. Mai oder den Himmelfahrtstag lassen sie auch nicht aus. Oft begleiten ihre Frauen sie dabei, aber den anstrengenden Vatertags-Fußmarsch zum alljährlichen Schützenfest nach Rüssen legten sie bis vor einigen Jahren stets allein zurück. Sie brauchten ja jemanden, der sie von dort wieder abholte.

Bei der Jahreshauptversammlung feiern sie mit ihren Frauen das 50-jährige Bestehen. Dann werden auch die Jahrespokale ausgegeben. Zuvor reisen sie nach Hannover zum Funkhaus. Dort sind sie zu Gast bei der Plattenkiste des NDR und erzählen von ihrem Vereinsleben.

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