Klaus-Dieter Knoll saniert die Räume / Lounge kaum genutzt

„Es muss Leben auf den Bahnhof kommen“

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In dieser Baustelle entsteht der Eventbereich.

Twistringen - Von Maik Hanke. „Da oben kommt der VIP-Bereich hin, dort der DJ, da drüben die Garderobe und hier vorne die Bar.“ Klaus-Dieter Knoll hat schon sehr konkrete Vorstellungen, wie der Eventbereich im Twistringer Bahnhof aussehen soll. Er ist seit etwa zweieinhalb Jahren Besitzer des Bahnhofs. Seitdem hat sich viel getan.

300000 Euro hat der Bassumer Investor bereits in die Hand genommen, um die Bahnhofsräume zu sanieren. „Dass daraus kein Parkhotel wird, ist klar“, sagt Knoll. Aber er hängt sich ordentlich rein. Einige Bereiche sind bereits fertig: Wohnungen, ein Kiosk, ein Geschäftsraum und eine Lounge. In andere Räume wie den geplanten Eventbereich wird noch monatelange Arbeit fließen.

„Das war ein Schrotthaufen“, sagt Knoll über das marode Bahnhofsgebäude. In den Räumen der Dachgeschosswohnung habe man sich „gefühlt wie in einem Gruselfilm“. Es war dreckig, feucht, spinnwebenverhangen. Dann hat Knoll angepackt: „Wir haben den Wohnungsbereich renoviert, saniert und vermietet“, berichtet er. Alle vier Wohnungen sind bereits bezogen. Eine weitere Wohnung soll noch ausgebaut werden. Knoll: „Das läuft perfekt.“

Drei andere Bereiche im Bahnhof sind derzeit noch – oder wieder – frei zur Verpachtung: der Kiosk, ein Geschäftsraum und die Lounge. Die Räume sind prinzipiell sofort betriebsbereit, erzählt Knoll. „Es muss Leben auf den Bahnhof kommen.“ Es könne nicht angehen, dass Leute, die auf den Zug warten, keinen Kaffee kaufen können. Den Kiosk selber zu betreiben – das schaffe Knoll allerdings nicht auch noch. Seit Beginn des Jahres ist der Kiosk leer. Knoll hofft, in ein bis zwei Monaten neue Betreiber zu haben.

Von außen kaum sichtbar, erstrahlt auch die Lounge im Erdgeschoss in ungeahntem Glanz: Boden, Decken und Türen sind neu, es gibt einen Tresen und modernes Mobiliar. Nur an Deko mangelt es. Trotzdem wird die Lounge bisher kaum als Veranstaltungsort gebucht, beklagt Knoll. Sechs Veranstaltungen habe es bisher erst gegeben. „Das ist natürlich nix in anderthalb Jahren. Es tut weh, dass alles da ist, aber nicht genutzt wird.“ Auch für die Lounge hofft Knoll im Optimalfall auf einen dauerhaften Betreiber.

Der Warteraum ist bereits renoviert, wirklich schick ist er aber noch nicht. Vereinzelt schimmern noch Schmiereien durch die gelbe Wandfarbe, die Bänke sind abgenutzt, Kippen liegen herum. Aktuell muss Knoll den Raum selber unterhalten, schafft das aber nicht andauernd. Er verspricht Verbesserungen, sobald wieder Betreiber in den Kiosk oder den Geschäftsraum einziehen.

Vieles ist bereits geschafft, aber noch lange nicht alles. Die Fassade soll demnächst repariert, die Dachsimse sollen gestrichen werden. Die meiste Arbeit steckt Knoll zurzeit in einen Eventbereich, der später für Feiern mit bis zu 250 Menschen dienen soll. Im Herbst soll er fertig sein.

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