Kirche mit Charme

Twistringer feiern 125. Geburtstag der Martin-Luther-Gemeinde

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Ein schönes Bild: Die Besucher lassen bunte Luftballons in den Himmel aufsteigen. 

Twistringen - Von Sabine Nölker. „Ohne Kirche, ohne Gemeindehaus, ohne Pastor und ohne Geld, aber mit 300 Gläubigen wurde am 16. Mai 1891 die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Twistringen gegründet“, erinnerte Pastorin Dr. Christina Ernst am Sonntagvormittag während des Festgottesdienstes zum 125. Geburtstag an die Geschichte der Martin-Luther-Gemeinde.

Als die Kirchenglocken der Martin-Luther-Kirche zum Festgottesdienst läuteten, waren bereits alle Stühle und Bänke vor dem Gemeindehaus besetzt. Etliche Besucher mussten stehen. Gut 300 Menschen beider Konfessionen hatten sich versammelt.

„Wir feiern heute Geburtstag, und es ist schön, dass sich so viele Menschen auf den oft weiteren Weg gemacht haben, um mit uns zu feiern“, freute sich die Pastorin.

Sie hatte den Gottesdienst zusammen mit Ernst und Klaus-Jürgen Erdmann, Andreas Dettmer und Lars Hoffmeier sowie Kirchenvorsteherin Petra Thiemann vorbereitet und die Predigt unter das Motto „Stimmen aus dem Pfarrhaus“ gestellt. Gelesen wurden Auszüge aus den Dokumentationen, die alle bisherigen Pastoren geschrieben hatten.

300 Besucher beim Gottesdienst

Das Twistringer Blasorchester und die Kinderkirche gestalteten den Gottesdienst musikalisch. „Unter den Gästen waren Bürgermeister Martin Schlake, Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder und Pastor Peter Leuchtmann. „Aber auch viele unserer katholischen Freunde sind da“, so die Pastorin. Sie dankte den Sponsoren der von Lars Hoffmeier erstellten Chronik und allen, die an diesem Gemeindefest aber auch am Gemeindeleben aktiv mitarbeiten.

Laut Superintendent Schröder gehört die Martin-Luther-Gemeinde zu den wenigen Gemeinden, die steigende Mitgliederzahlen verbuchen können. Die Gemeinde habe Charme, sei in Bewegung und stets offen für Neues, halte aber dennoch an alten Traditionen fest, sagte der Superintendent. „Und sie hat Lust auf Ökumene“, so Schröder weiter, der die Wichtigkeit der gelebten Ökumene mit der Schwestergemeinde St.-Anna betonte.

Im Anschluss an den Gottesdienst ließen die Besucher 125 bunte Luftballons mit Wünschen gen Himmel steigen.

An den Essens- und Getränkestände bildeten sich lange Schlangen und auch die Nachfrage nach der Chronik und den neuen Bechern der Kirche war groß.

Der Eine-Welt-Laden, das DRK sowie die Kinderkirche waren ebenfalls präsent.

Am Nachmittag servierte der Frauenkreis II leckere Kuchen. Die Besucher genossen das schöne Wetter und die Musik. Mit dabei waren das Twistringer Blasorchester, der Shantychor Schmalfördern, die Churchies und der Posaunenchor Heiligenloh.

125. Geburtstag der Martin-Luther-Gemeinde

Für den zehnjährigen Linus war es ein Highlight, den Blinden-Parcours der Kinderkirche mit seiner Helferin zu durchlaufen. „Es ist ganz schön schwer für mich, nichts sehen zu können“, räumte er ein. Alltägliche Dinge würden plötzlich zu großen Herausforderungen – ein Glas Wasser einzufüllen beispielsweise oder ein Bild zu malen. Auch das Ballspielen, so merkte er schnell, ist blind sehr schwer.

Das Team der Kinderkirche war sehr engagiert an diesem Nachmittag. Es bot unter anderem Waffeln backen, Kinderschminken und Malaktionen an.

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