Besuch des evangelischen Gottesdienstes

Sternsinger unterwegs: Kinder sammeln für Kinder

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16 Sternsinger gingen in Bassum und den Ortsteilen hoch motiviert zu 56 Haushalten.

Twistringen - Von Sabine Nölker und Berthold Kollschen. An die 250 Kinder und Jugendliche brachten am Sonnabend und Sonntag als Sternsinger den Segen in die Häuser in der Stadt und in den Ortschaften. Benjamin, Jonas und Till waren das erste Mal dabei und wie viele andere voller Vorfreude auf ihre Mission. „Ich finde es schön, für arme Kinder zu sammeln“, erklärt der siebenjährige Benjamin. Seine Freunde stimmen ihm zu. „Wir haben uns sehr auf diesen Tag gefreut“.

Max, Rieke, Louis und Anne sind da schon als „alte Hasen“ etwas entspannter. Mit Gruppenleiter Finn Hannekum sind sie zunächst Auf dem Ornst unterwegs, am Sonntag ging es nach Stelle. „Wir machen das schon zum vierten oder fünften Mal“, erklärt die zwölfjährige Rieke. „Es macht Spaß, wir tun etwas Gutes“. Sie möchte später auch als Gruppenleiterin weitermachen.

Die jüngste Gruppe setzt sich aus Malina, Neele, Mattis und Lian zusammen, alle erst sechs Jahre alt. Emma Diephaus hat ihr Quartett fest im Blick. Die Weiße Riede und der Lönsweg wurden an diesem Nachmittag angestrebt. Die Kostüme für Caspar, Melchior und Balthasar haben die Mütter und Großmütter liebevoll genäht.

Die Mütter waren es auch, die die Kinder schminkten, bevor es in die St. Anna Kirche zur Aussendungsfeier ging. Die Sterne sind zum großen Teil beleuchtet, da waren die Väter und Großväter fleißig. Die ganze Familie ist involviert. Oft waren die Eltern selber schon als Sternsinger unterwegs und haben dies an ihren Nachwuchs weiter gegeben.

16 Sternsinger gingen in Bassum und den Ortsteilen hoch motiviert zu 56 Haushalten.

Gegen 14 Uhr am Sonnabendnachmittag füllt sich die Kirche mit den Heiligen Drei Königen, den Sternträgern und Gruppenleitern. Pastor Arnold Kuiter freut sich über die großartige Beteiligung.

„Wenn man etwas tut, dann muss man wissen, warum man es tut“, erklärt der Pastor und liest den Bibeltext über die Heiligen Drei Könige. Dann berichten Mädchen und Jungen darüber, was sie mögen – wie Jeans, Schmuck, Fußballspielen und schöne Klamotten. Diese Dinge stehen für das, was gleichaltrige Kinder in Indien mit harter Arbeit herstellen. „Wenn ich in Indien leben würde, könnte ich dieses Kind sein“, endet jedes Beispiel.

„Vieles, was wir hier gern haben, wird in Indien von Kindern gefertigt“, macht Pastor Kuiter noch einmal deutlich. Denn das diesjährige Motto lautet „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“. Ausgegeben wurde das Motto vom Sternsinger Kindermissionswerk. Dieses hat seit 1959 bereits über eine Milliarde Euro für Kinder auf der ganzen Welt gesammelt.

Gruppenleiterin Anke Lührsen gab den Sternsingern mit auf dem Weg immer freundlich zu sein – auch, wenn mal jemand nicht so positiv reagiere. Diese beiden haben die Einstellung komplett verinnerlicht.

Wie seit vielen Jahren hat Anke Lührsen gemeinsam mit den Gruppenleitern die Sternsinger auf dieses Thema vorbereitet und die Texte einstudiert. „Denk daran, dass ihr Könige und immer freundlich seid, wenn ihr den Segen in die Häuser bringt“, gibt sie den Gruppen mit auf den Weg – auch, wenn mal jemand nicht so freundlich reagiert.

Mit dem Sternsingerlied „Nun sehet den Stern, den wir bringen“, machten sie die Kinder und Jugendlichen am Sonnabend auf den Weg durch die Häuser und Geschäfte der Stadt.

Am Sonntag war es dann für die Gottesdienstbesucher ein wunderbares Bild, als die Sternenträger mit einzogen und im Altarraum standen. Eine Gruppe besuchte an diesem Morgen den evangelischen Gottesdienst. „Darüber habe ich mich sehr gefreut“, so Pastorin Dr. Christina Ernst.

Sternsinger bringen den Segen in die Häuser

 © Sabine Nölker
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Voller Tatendrang sind am Sonntagmorgen auch in Bassum 16 Mädchen und Jungen ausgeschwärmt, um in 56 Haushalten in Bassum, in Osterbinde und Eschenhausen, Albringhausen und Schorlingborstel, Helldiek und Ringmar sowie Bramstedt und Apelstedt um Spenden zu sammeln. Der vorangehende Familiengottesdienst in einer fast bis auf den letzten Platz besetzten St.-Ansgar-Kirche, wurde von Pfarrer in Ruhestand Manfred Beuke gestaltet.

Nach gut drei Stunden haben sich alle Sternsinger wieder im Gemeindehaus zum gemeinsamen Hot-Dog-Essen getroffen. Vorbereitet und begleitet worden ist die Bassumer Sternsingeraktion der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar von Gemeindereferentin Cora Neumann sowie von Manuela Reidenbach, Barbara Zumsande und Christa Arnold. Beim „Kassensturz“ ist eine Spendensumme von 1 508,10 Euro gezählt worden.

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