Stadt und Sozialverband laden am Montag zu Filmabend im Twistringer Cinema ein

Filmabend: Keine Gewalt gegen Frauen

Der Appelll in diesen Tagen: Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Am Montagabend gibt es im Twistringer Cinema einen eindringlichen Film. Das Bild entstand in Bassum. - Archiv-Foto: Köhnken

Twistringen - Von Theo Wilke. Nachts in einer Bar: Sarah, nicht ganz nüchtern, wird von drei Männern vergewaltigt. Der Rest der Kneipenbesucher schaut zu und feuert die Täter an. Sarah kennt sie und erstattet Anzeige, aber ohne viel Aussicht auf Erfolg. Traumatisiert kämpft sie dennoch dafür, die Täter vor Gericht zu bringen. – Ein brisanter, sensibler und eindringlicher Film, der am kommenden Montag um 18 Uhr im Twistringer Cinema gezeigt wird.

Anlass für diesen mit einem Oscar ausgezeichneten US-Film ist der internationale Tag „Gegen Gewalt an Frauen“ (25. November), an dem sich die Stadt Twistringen auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Kreissozialverband und dem Frauen- und Kinderschutzhaus in Diepholz beteiligt.

Eintrittsgeld für Schutzhaus Diepholz

Der Eintritt kostet drei Euro. Der Erlös kommt dem Schutzhaus Diepholz zugute. Ab 17.30  Uhr ist ein kleiner Empfang mit Getränken, Snacks und Gesprächen vorgesehen.

Um 18 Uhr startet der Film an der Bahnhofstraße. Gleichstellungsbeauftragte Heike Harms und Renate Wessels vom Sozialverband dürfen aus rechtlichen Gründen den Titel des Kinostreifens nicht nennen. „Es spielt eine berühmte US-Schauspielerin die Hauptrolle. Sie ist dafür sogar mit dem Oscar ausgezeichnet worden“, verrät Heike Harms im Rathaus.

Auf dem Vorplatz wird ab Montag das Banner „Frei leben ohne Gewalt“ am Fahnenmast hängen. In Twistringen werden zum internationalen Tag auch die kreisweit organisierten Brötchentüten „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verteilt. Die restlichen Tüten werde sie, wie 2015, zur Tafel bringen“, kündigt die städtischge Gleichstellungsbeauftragte an.

Im Vorfeld des Kinoabends erinnern Harms und Wessels an die seit 1981 von Menschenrechtsorganisationen angestoßenen Aktionen, stets am 25. November, – und an die Einhaltung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen. Es geht um Zwangsprostitution, sexuellen Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, häusliche Gewalt und Zwangsheirat. Den internationen Tag gegen Gewalt an Frauen gibt es offiziell seit 1999.

Harms: „Unser Ziel ist es, Mut zu machen, Hilfestellung anzubieten und Perspektiven für eine Zukunft ohne Gewalt aufzuzeigen.“

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