Katja Hünniger ist Medium – und Vermittlerin zwischen verstorbenen und lebenden Familienmitgliedern

Kontakt zur Welt der lichtvollen Seelen

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Katja Hünniger, hier mit ihrem Mann Arndt, zündet eine Kerze an. Denn das Licht ist eine Energie, die der Seele Wärme schenkt – im Diesseits wie im Jenseits.

Twistringen - Von Anke Seidel. Die Bertelsmann-Stiftung hat es 2009 erforscht: Zwei von drei Deutschen glauben an ein Leben nach dem Tod. Zu Recht, wenn man Wissenschaftlern wie dem Quantenphysiker Professor Hans-Peter Dürr oder der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross glauben darf.

Das ewige Leben, die Welt der unsterblichen Seelen – ein Mysterium, mit dem sich Menschen nach dem qualvollen Verlust eines geliebten Menschen auseinandersetzen müssen. Sie in ihrer Trauer zu begleiten, das hat sich Katja Hünniger (32) in Twistringen zur Aufgabe gemacht – als Medium.

Der Tod ist das Tor zu einem neuen Leben und nur der Moment, in dem die Seele zu Licht wird – davon ist Katja Hünniger genauso überzeugt wie viele ihrer Besucher. Wie geht es den geliebten Verstorbenen in dieser anderen Welt? Haben sie uns noch etwas zu sagen? Wer an das Leben nach dem Tod glaubt und sich für die spirituelle Erfahrung öffnet, dem kann Katja Hünniger ein wundervolles Erlebnis schenken.

Oft sind es rätselhafte Phänomene nach dem Tod eines Familienangehörigen, die Menschen zu einem Besuch bei ihr bewegen: Die Mikrowelle piept ohne Grund, das Telefon klingelt – und niemand ist dran. „Die Leute kommen her, weil sie Angst haben. Manche sind total verzweifelt“, sagt die 32-Jährige.

Über ihr „drittes Auge“ oder eine sogenannte „selbstausgelöste außerkörperliche Erfahrung“ kann sie Kontakt zu den Verstorbenen herstellen. Es ist ein Austausch von Energie, denn nach dem irdischen Tod ist die Seele genau das: Energie. Wissenschaftlich ist das längst bestätigt. Zitat des renommierten Quantenphysikers Hans-Peter Dürr (1929 bis 2014): „Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im geläufigen Sinne. Es gibt nur ein Beziehungsgefüge, ständigen Wandel, Lebendigkeit. Wir tun uns oft schwer, uns dies vorzustellen. Primär existiert nur Zusammenhang, das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir können es auch Geist nennen.“

Diese Energie, dieser Geist, begleitet Familienangehörige oft nach dem Abschied durch den Tod weiter. Für pure Realisten, die nicht an die Verwandlung der Seele in Energie – in Licht – glauben, ist es eine ungeheure Vorstellung. Katja Hünniger ist nach eigenem Bekunden seit ihrem vierten Lebensjahr damit vertraut. Damals habe sie ihre eigenen medialen Gaben – Hellsehen, Hellfühlen, Hellhören, Hellwissen – erkannt, sagt die 32-Jährige.

Aufgewachsen in Bremen, absolviert sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Danach kommt die examinierte Fachkraft zwangsläufig mit Sterbenden, dem Tod und viel zu oft verzweifelten Angehörigen in Kontakt. Sie beginnt, sie in ihrer Trauer zu begleiten – und stellt auf Wunsch über das sogenannte „Channeling“ Kontakt zur Energie-Seele der Verstorbenen her. Viele sind skeptisch, sitzen mit verschränkten Armen in abwehrender Pose vor dem Medium. Sie wollen nur die rätselhaften Phänomene – wie das klingelnde Telefon ohne Anrufer – erklärt haben.

Auf welche Weise teilen sich Seelen-Wesen mit? „Sie zeigen sich oft so, wie sie sich als Menschen wohl gefühlt haben“, antwortet das Medium. „Ihre Botschaften formen sich zu Gedanken in meinem Kopf. Oft sehe ich auch Bilder.“ Genau diese Bilder sind es, die ihren Besuchern den Atem rauben – dann, wenn sie Szenen beschreibt, die ihre Klienten ihr als genauso erlebt bestätigen. Oder sie Situationen schildert, von denen sie nachweislich nichts wissen kann. „Die Menschen sind dann erschlagen von diesem Das-gibt-es-wirklich-Gefühl“, sagt die 32-Jährige. Dann kommt es zu hoch-emotionalen Begegnungen zwischen dem Medium und den Trauernden.

Ihnen Kraft geben, Zuversicht und Möglichkeiten aufzeigen – darum geht es Katja Hünniger bei der Trauerbegleitung. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Arndt ist sie bundesweit unterwegs, um Meditationskurse und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen anzubieten – oder Mentaltraining sowie Personal Coaching. Zu ihren Klienten gehört sogar eine Sportmannschaft. Auch das Clearing, die Energiekörperreinigung, bietet die Wahl-Twistringerin an. Begleitend und beratend arbeitet sie auch im Hospizbereich.

Die hauchdünne Grenze zwischen Leben und Tod: Katja Hünniger ist sie nicht fremd. Ihr erster Mann versuchte sich vor Jahren zu erhängen, nachdem er von den Trennungsabsichten seiner Frau erfahren hatte. Die examinierte Krankenschwester rettete ihn in allerletzter Sekunde – und verarbeitete ihr Trauma in dem Roman „Gefühlskind“ (ISBN 978-3-00-050165-4).

„Man muss das Vergangene aufarbeiten“, sagt die 32-Jährige. Und weiß, dass genau das auch Aufgabe ihrer Klienten ist: „Es gibt viele Dinge, die noch geklärt werden müssen.“ Besonders dann, wenn ein Unfall oder ein völlig unvermittelter Tod – wie ein Herzinfarkt – einen Menschen aus dieser Welt reißt. Oft sind es ganz normale Alltagsfragen, die Klienten mit ihren verstorbenen Familienangehörigen noch klären wollen.

Möglich sei das nur über den Austausch von Energie – und genau dafür müssten die Klienten sich öffnen: „Der Fluss kann nur fließen, wenn kein Damm ihn blockiert. Das ist etwas, das die Leute erst verstehen müssen.“ Nur wenn beide Seiten – der Familienangehörige und das Medium – sich für den Kontakt öffnen, sei er möglich. Die Seelen würden meist darauf warten, sich endlich mitteilen zu können, sagt Katja Hünniger. Allzuweit scheinen sie ohnehin nicht von den lebenden Menschen entfernt zu sein. „Der Tod ist nichts. Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen“, formulierte es der englische Geistliche Henry Scott Holland (1847 bis 1918) einst. Die 32-Jährige Twistringerin ist überzeugt: „Die Toten sind um uns herum!“ Damit befindet sie sich in renommierter Gesellschaft. Der 71-jährige amerikanische Medizinprofessor Raymond A. Moody hat 150 Menschen interviewt, die klinisch tot waren, dann aber noch weiter lebten und von ihren Erfahrungen jenseits der Grenze berichten konnten. Der niederländische Kardiologe Pim van Lommel hat 344 Patienten befragt, die einen Herzstillstand hatten und danach wiederbelebt wurden. 18 Prozent von ihnen hatten demnach Wahrnehmungen ohne physiologische Grundlage.

Die renommierte Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross (1926 bis 2004) erklärte 2002 in einer filmischen Dokumentation über ihr Leben: „Heute bin ich sicher, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Und dass der Tod, unser körperlicher Tod, einfach der Tod des Kokons ist. Bewusstsein und Seele leben auf einer anderen Ebene weiter. Ohne jeden Zweifel.“

www. spririt-is-life.de

Telefon 04243/94 240 24

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