Präventionstage für Schüler

Kampf gegen Cybermobbing im Schulzentrum

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Rollenspiele und Workshops während der Präventionstage im Twistringer Schulzentrum.

Twistringen - Die Präventionstage an der Twistringer Haupt- und Realschule haben es jedes Mal in sich, sie wirken nachhaltig auf die Jugendlichen. Bis Dienstag ging es unter anderem um wichtige Tipps und Vorgehensweisen gegen Cybermobbing oder auch um Gewaltvorbeugung. Vertreter der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen arbeiteten mit Siebtklässlern aus dem Real-und Hauptschulzweig an der Feldstraße.

Das erklärte Ziel: Jugendlichen eine Orientierung geben, welche Formen der Kommunikation angemessen sind und wo die Grenzen des guten Geschmacks überschritten werden. Sie sollen dafür sensibilisiert werden, diese Grenzen zu erkennen und einzuhalten. Außerdem lernen sie, sich selbst im Netz zu schützen und in Mobbingsituationen angemessen mutig zu reagieren.

Gemeinheiten, Gewalt und Schikane

Barbara Middendorf von der Schulleitung: „Das Internet ist aus dem Alltag der meisten Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Es wird als Informationsquelle aber auch als Plattform zur Selbstdarstellung und als Kommunikationsmittel genutzt. Und es bietet Gelegenheiten für Gemeinheiten, Schikane und Gewalt.“

Dabei sei es natürlich kein neues Phänomen, sich über andere lustig zu machen oder sie zu demütigen. Durch die schnelle Geschwindigkeit und den enormen Radius, in dem Nachrichten verbreitet werden könnten, sei das Cybermobbing aber um ein Vielfältiges effektiver und anonymer, weil es kaum Lebensbereiche gebe, in die es nicht eindringe, erfuhren die Jugendlichen. Laut Untersuchungen haben bereits ein Drittel aller Jugendlichen Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht.

Obwohl die Angriffe nicht primär während der Schulzeit stattfänden, könnten auch Schulen und Lehrer nicht die Augen vor der Problematik verschließen, da die Auswirkungen von Cybermobbing auch vormittags deutlich zu spüren seien. Dies betonte Middendorf.

„Mir haben die Rollenspiele gefallen“

Deshalb setzten sich die Siebtklässler in diesem Monat mit dem Thema auseinander. Mit Unterstützung des Schulfördervereins und der Landesstelle Jugendschutz gab es auch Workshops. Angeboten wurden ebenfalls Rollenspiele, Gruppenarbeitsphasen und ein Plenum. Die Klassenlehrer nahmen eine eher beobachtende Position ein. So hatten die Schüler die Möglichkeit, sich freier zu äußern, und die Lehrer konnten die Inhalte gut verfolgen.

Am Ende äußerten einige Schüler: „Die Teamleiter haben das richtig gut gemacht, und wir konnten viel mitnehmen. Das Einzige, was nicht so toll war, war der Film, der war etwas unrealistisch.“ Auch dies: „Mir haben besonders die Rollenspiele gefallen, in denen wir Situationen nachspielen konnten.“

Und diese Aussage: „Die Leute vom Jugendschutz waren echt nett. Man konnte viel lernen, wie man damit umgehen kann, wenn man von Cybermobbing betroffen ist. Außerdem haben wir erfahren, wie man anderen helfen kann, wenn sie im Netz gemobbt werden.“

tw

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