Gebürtige Südkoreanerin organisiert mit dem Koreanischen Verein Bremen das erste A Ri Rang Fest in Twistringen

Der 25. Juni als ein Tag der Hoffnung

Thomas und Mi Kyung Meinken, Bürgermeister Martin Schlake und seine Frau, Organisatorin Guiyoung und Christian Gelhaus. - Foto: Ilka Rickers

Twistringen - Von Ilka Rickers. „Wo A Ri Rang ist, sind Koreaner, wo Koreaner sind, ist A Ri Rang.“ Mit diesen Worten begrüßte Guiyoung Gelhaus am Sonnabend die Gäste des ersten A Ri Rang Festes im Twistringer Rathaus.

Seit mehr als 20 Jahren lebt die gebürtige Südkoreanerin in Deutschland. In Kooperation mit dem Koreanischen Verein Bremen und der Stadt Twistringen organisierte sie das Fest. Das Datum sei bewusst gewählt worden. Am 25. Juni 1950 begann der Koreakrieg und dauerte drei Jahre an. Dieser Tag sei aber auch ein Tag der Hoffnung auf die Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea und deshalb wird gefeiert, so Gelhaus. A Ri Rang ist das beliebteste koreanische Volkslied, das Fest wurde danach benannt.

Seit 2012 wird es von der Unesco in der Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgeführt. „Ich möchte unsere Kultur gerne an die nächste Generation weitergeben“, betonte Gelhaus. Und deshalb sind auch viele Freunde gekommen, um sie zu unterstützen. Ihr sei aber auch die Verbindung zwischen der deutschen und der koreanischen Kultur wichtig. Das Fest bestand aus Reden, Vorführungen und typisch koreanischem Essen. „Ich bin heute um drei Uhr aufgestanden, um zu kochen“, freute sich Gelhaus über die Köstlichkeiten, die als Büfett in der Eingangshalle des Rathauses aufgebaut wurden. Auch Freunde brachten Speisen mit.

Die Gruppe „Provinz Youngnam“ eröffnete den Abend mit einer Inszenierung des Volksliedes aus verschiedenen Klängen von Trommeln. Danach führte Hyon Mo Meinken die mehr als 80 Gäste durch das Programm. Das Besondere: Zuerst sprach er koreanisch und übersetzte dann auf deutsch.

Auch Bürgermeister Martin Schlake weckte die Neugierde über die Kultur der Koreaner. Dabei scherzte er und sagte, dass er aber kein Koreanisch sprechen werde. Er fühle sich, wie auch der Konsul Lee Dong Kyu aus Hamburg, der extra für das Fest anreiste, in seiner Muttersprache sicherer. „Ich freue mich auf Kimchi“, sagte er und strahlte Guiyoung Gelhaus an. Sie hatte Gerichte nach dieser Kochkunst zubereitet. Dabei wird Gemüse durch Milchsäuregärung gekocht. Es wird wie Reis als Beilage zu jeder Mahlzeit dazu gegessen.

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