Stimmberechtigter Vertreter

Paul Gerkens will der Twistringer Jugend eine Stimme geben

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Paul Gerkens und Naomi Nbiyeya vertreten im Twistringer Ausschuss für Bildung, Erziehung, Senioren und Soziales die Jugend und Schüler der Stadt. Gerkens engagiert sich schon früh in der Schülervertretung seines Gymnasiums. Naomi Nbiyeyas Schwester war auch schon im Stadtschülerrat. Die 15-Jährige sieht in ihr ein Vorbild.

Twistringen - von Luka Spahr. Seit einigen Wochen ist der 14-jährige Paul Gerkens aus Stelle stimmberechtigter Vertreter der Jugend im Stadtausschuss für Bildung, Erziehung, Senioren und Soziales. Gemeinsam mit seiner Klassenkameradin Naomi Nbiyeya will er der Twistringer Jugend eine Stimme geben.

Ein bisschen aufgeregt wirkt Paul Gerkens noch, als er am Telefon einem Treffen zustimmt und wenige Tage später die Haustür bei sich in Stelle öffnet. Den Rummel um seine Person ist der 14-Jährige scheinbar noch nicht gewohnt. Dabei hat er in den vergangenen Wochen eine beachtliche Beförderung erhalten. Der Twistringer ist nun nicht mehr nur in der Schülervertretung des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums und im Stadtschülerrat aktiv - Paul Gerkens ist seit Kurzem auch als Vertreter der Jugend stimmberechtigtes Mitglied im Twistringer Ausschuss für Bildung, Erziehung, Senioren und Soziales. Seine Klassenkameradin Naomi Nbiyeya steht ihm dabei als Vertreterin des Stadtschülerrates zur Seite.

Der Weg der beiden zeichnete sich dabei schon früh ab. Bereits in der fünften Klasse sei er Klassensprecher geworden, berichtet Gerkens im Wohnzimmer seiner Familie. Hündin Sue streicht ihm dabei um die Beine. Schnell habe er sich dann auch im Sprecher-Team der Schülervertretung engagiert. „Ohne damals wirklich zu wissen, was das war“, gibt er heute zu und lacht. Nur eins habe er schnell festgestellt: „Es hat super Spaß gemacht.“ Dann kam die Twistringer Jugendpflegerin Claudia Möllenkamp ins Spiel. Sie stieß damals zur selben Zeit die Bildung eines Stadtschülerrates an. Der Gymnasiast entschloss sich schließlich gemeinsam mit seiner Klassenkameradin Naomi Nbiyeya, Mitglied des Rates zu werden.

School’s-Out-Party für alle Twistringer Schüler

Dieser sei ein vernetzendes Gremium der einzelnen Twistringer Schulen, beschreibt Paul Gerkens den Stadtschülerrat. Unter anderem veranstalte die aktuell neunköpfige Gruppe in regelmäßigen Abständen die School’s-Out-Party zu der alle Twistringer Schüler eingeladen sind. Eine wichtige Sache, findet Paul. Die Schüler würden sich untereinander wohl manchmal flüchtig kennen, aber man unternehme selten etwas gemeinsam. Naomi nickt und erklärt, dass ihr aber auch die Organisation der Veranstaltungen sehr Spaß mache.

Dann kam eins zum anderen. Während Naomi bereits 2017 als Vertreterin des Stadtschülerrates in den Twistringer Ausschuss gewählt wurde, sollte es bei Paul noch ein Jahr dauern. Als dann der bisherige Vertreter der Jugend den Aussschuss-Sitzungen immer öfter fernblieb, musste ein Nachfolger her. Paul signalisierte Interesse, konnte aber am Wahltag im Schülerrat nicht dabei sein.

„Ich muss mich erst mal reinfinden“

Dass er am Ende einstimmig gewählt wurde, habe er im wahrsten Sinne des Wortes aus der Zeitung erfahren, erzählt Paul Gerkens und lacht. Die Wahl sei eine echte Überraschung gewesen. Entsprechend unsicher ist der Schüler daher auch noch, wenn man ihn nach den Dingen fragt, die er im Ausschuss bewirken möchte. „Ich muss mich erst mal reinfinden“, gesteht er. An einer Sitzung habe er bis jetzt noch nicht aktiv teilgenommen, nur ein paar Mal zugeschaut. Wahrscheinlich bekomme er irgendwann einen Brief mit einer Einladung, vermutet er und blickt fragend zu Naomi.

Bei einer Sache ist er sich aber schon sicher. Wichtig sei es, einfach Präsenz zu zeigen, die „Meinung der Jugend“ vertreten. „Es ist mir wichtig, dass ich Naomi unterstützen kann“, so Gerkens.

Die Politiker im Ausschuss seien sehr offen und würden auch auf die Schüler hören, berichtet Naomi aus ihrer bisherigen Erfahrung. Sie wünscht sich auch in Zukunft, dass die Mandatsträger ein offenes Ohr für die wichtigste Botschaft der beiden Schüler haben. Und die wäre? „Dass wir Schüler nicht vergessen werden. Dass wir ein Teil der Stadt Twistringen sind. Und dass sie wissen, dass wir auch da sind“, erklärt Naomi.

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