Flüchtlingssozialarbeit Thema im Ratsfachausschuss

Integrationsbeauftragter im Gespräch

Jens Bley. Foto: Jantje Ehlers

Twistringen - Von Theo Wilke. Die Flüchtlingszahlen sind im Landkreis Diepholz rückläufig. Die Kooperation von Stadt Twistringen, Landkreis als Zuschussgeber und Caritas im Rahmen der Flüchtlingssozialarbeit endet vertragsmäßig am 31. Dezember. Und was kommt danach? – Eine Antwort darauf wird am Mittwochabend der Stadtratsausschuss für Bildung, Erziehung, Senioren und Soziales ab 19 Uhr im Rathaus geben.

In den Mittelpunkt rückt dabei die Überlegung für eine Übergangslösung mit der Caritas sowie die Frage, ob die Stadt einen Integrationsbeauftragten einstellt.

Denn: Auch wenn die Zahl der nach Deutschland einreisenden geflüchteten Menschen rückläufig sei, ende nicht die Tätigkeit in der Flüchtlingssozialarbeit. Dagegen würden sich die Aufgaben verändern, die bewältigt werden müssten, unterstreicht Bürgermeister Jens Bley

Auf unsere Nachfrage erklärt er auch: Im Bereich der Integrationsarbeit sei ein großer Bedarf vorhanden. Der Anteil ausländischer Mitbürger in Twistringen betrage um die elf Prozent – und insbesondere im Bereich der Kindergärten liege der Anteil schon zwischen 30 und 40 Prozent. Bley meint im Vorfeld der Ausschusssitzung: „Für die Stadt ist wichtig, eine Integrationsarbeit aufzustellen, die zum einen überwiegend die Integration ausländischer Mitbürger umfasst, aber auch Aspekte der Inklusion sowie Seniorenarbeit oder Ungleichbehandlungen aufgreift.“

Dadurch werde aber die Kooperation mit der Caritas keineswegs in Frage gestellt, sondern vielmehr in weiteren Gesprächen an einer Übergangslösung bis zum Sommer 2020 gearbeitet, so der Bürgermeister. Und dafür muss die Stadt wohl rund 20  000 Euro aufbringen. Diskutiert wird am Mittwochabend auch der darauf folgende mögliche Schritt: die Einstellung und Finanzierung eines Integrationsbeauftragten mit 30  Wochenstunden. Kostenpunkt: etwa 45 000 Euro an zusätzlichen Personalkosten pro Jahr.

Laut Beschlussvorschlag soll die Verwaltung ein Stellenprofil ausarbeiten. Eine Ausschreibung erfolgt, wenn der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss sein Einvernehmen mit dem Stellenprofil erklärt hat.

Jens Bley wird noch konkreter: Der Integrationsbeauftragte solle unter anderem das „hohe Engagement der ehrenamtlich Tätigen im Bereich der Flüchtlingsbetreuung hauptamtlich unterstützen“, außerdem den Ausbau des Runden Tisches begleiten und fördern. Daraus könnte sich, so die Überlegung im Rathaus, ein Integrationsbeirat etablieren, der politisch legitimiert und mit einem Mitspracherecht wie der Seniorenbeirat ausgestattet sei. Schließlich sei es wichtig, dafür direkte Ansprechpartner in der Verwaltung zu haben, betont Bley.

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