Dezentrales Impfen in Twistringen

Impfung für rund 180 Senioren

Blick in die Turnhalle: Hinter den Stellwänden hinten wird geimpft, danach bleiben die Senioren noch 20 Minuten zum Ausruhen und zur Beobachtung in der Halle auf den Stühlen vorne sitzen.
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Blick in die Turnhalle: Hinter den Stellwänden hinten wird geimpft, danach bleiben die Senioren noch 20 Minuten zum Ausruhen und zur Beobachtung in der Halle auf den Stühlen vorne sitzen.

Twistringen – Rund 180 Senioren im Alter von über 80 Jahren bekamen am Montag in der Turnhalle am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium ihre erste Corona-Impfung. Einige kamen mit gemischten Gefühlen dorthin ob etwaiger Nebenwirkungen. Die vorherrschende Meinung war allerdings: Gott sei dank geht es jetzt endlich los.

Die ersten Termine waren um 9 Uhr morgens, die letzten am frühen Nachmittag. Zwischen Sprungkästen und Trennwänden aus Pappe bekamen die Senioren das Mittel von Biontech geimpft.

Im Vorfeld hatte die Stadt fälschlicherweise die Aufklärungsblätter des Impfstoffes von Astrazeneca versandt. Bei der Ankunft am Impfzentrum mussten zunächst die richtigen Aufklärungsblätter von Biontech verteilt werden. Dies war einer von zwei Gründen, weswegen sich vor der Tür der Turnhalle eine Schlange bildete. Der andere Grund: Einige Senioren kamen zu früh. Insgesamt war die Schlange bei einer Stippvisite am Montagmittag aber überschaubar. Parkplätze gab es genug, zumal angesichts des guten Wetters einige Twistringer mit Rad kamen.

Insgesamt 45 Minuten dauerte das ganze Prozedere mit Anmeldung, Arztgespräch, Impfung, der Ausstellung des Impfpasses und einer 20-minütigen Ruhe- und Beobachtungsphase. Das berichtete die Seniorenbeauftragte Anke Döpkens, die für die Koordinierung mit verantwortlich zeichnete. Damit alles möglichst reibungslos läuft, waren drei Rathausmitarbeiter vor Ort, drei Ehrenamtliche vom Seniorenbeirat und das zehnköpfige Impfteam vom DRK mit zwei Ärzten.

Auch die Gruppe der über 70-Jährigen soll in der Turnhalle am Gymnasium geimpft werden. Einen festen Termin gibt es dafür noch nicht, die ersten Anschreiben an die 79-Jährigen sind aber raus. Nach und nach sollen die weiteren Jahrgänge folgen. Um alle in einem Rutsch zu impfen, ist die Gruppe zu groß. „Da reden wir über eine Personengruppe von 1 700 Menschen“, erklärt Bürgermeister Jens Bley dieses Vorgehen. Das dezentrale Impfen sei eine logistische Herausforderung, sagt er. „Aber das machen wir gerne für unsere Kommune.“ Ebenso wie einige Senioren war er froh, am Montag beim Impfen einen guten Schritt voranzukommen. Das hatte er am Sonntag bereits bei einer Online-Ansprache an die Twistringer Bürgerinnen und Bürger deutlich gemacht. Vor Kurzem habe die Personengruppe der über 80-Jährigen ihren mittlerweile vierten Impfbrief erhalten, schilderte er in dem Video. „Daran erkennen Sie, dass die Abläufe seitens der Landesregierung alles andere als gut und noch sehr ausbaufähig sind.“

Umso glücklicher ist er über die Unterstützung seiner Mitarbeiter, des Seniorenbeirates, aber auch des Gymnasiums. Laut Schulleiter Peter Schwarze ist es selbstverständlich, mitzuhelfen. Das Impfen der Bevölkerung sei eine gesellschaftliche Aufgabe.

Von Katharina Schmidt

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