GUT distanziert sich vor Ratssitzung: Viele Gewerbetreibende an der B 51 nicht gefagt

Imageschaden für Twistringen

Anonymer Hilferuf: Linden an B 51 sollen bleiben. - Foto: Nölker

Twistringen - Von Theo Wilke. „Die sachliche Ebene verlassen und das Image der Stadt Twistringen beschädigt“ habe die anonyme Zeitungsanzeige vom Dienstag zur B 51-Sanierung im Vorfeld der Stadtratssitzung am Donnerstag. Dies betonen Christian Wiese und Manfred Korthe von der GUT, Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen.

Die GUT distanziert sich ausdrücklich von der Veröffentlichung (wir berichteten). „Wir haben mit vielen Gewerbetreibenden an der B 51 gesprochen. Sie sind nicht gefragt oder informiert worden“, so Korthe und Wiese. Es könne nicht sein, dass „in unserem Namen (Gewerbetreibende an der B 51) eine quasi anonyme Anzeige geschaltet wird“.

Beim GUT-Stammtisch am Dienstagabend bei Klausis hatten sich auch die Gastronomen Cornelia und Klaus-Dieter Schade total überrascht geäußert. Stammtisch-Organisator Frank Bellersen meinte: Anzeige und Inhalt hätten mit der GUT und deren Vorstand absolut nichts zu tun.

Im Gegenteil. Vorstandssprecher Wiese: Frühzeitig habe sich die GUT am Entscheidungsfindungsprozess zur geplanten Sanierung der Bundesstraße beteiligt. Viele Gespräche habe man geführt, sich mit allen Varianten beschäftigt. Wiese weiter: „Bereits bei der Neugestaltung der zentralen Plätze haben wir angeregt, mittelfristig auch die Geh- und Radwege zu sanieren.“ Die GUT ist gegen eine Null-Lösung (nur Fahrbahnsanierung), fordert neben dem Erhalt möglichst vieler Lindenbäume auch den Erhalt der Parkflächen. Wiese: „Das geht aber nur mit einem Kompromiss.“

Die von der Stadtverwaltung favorisierte Lösung sieht vor, die meisten Parkflächen zu retten. Manfred Korthe: „Durch den Zukauf von Anliegerflächen – insbesondere im Bereich Sparkasse und Apotheke – besteht durchaus noch Potenzial, weitere Parkplätze zu erhalten.“ Natürlich könne es, betont Wiese, auch innerhalb der GUT bei mehr als 170 Mitgliedern kein einheitliches Meinungsbild geben. Am Ende müsse eine Kompromissbereitschaft, auch in der Politik, zur Weiterentwicklung Twistringens gefunden werden.

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