Gymnasiasten sammeln Spenden für Tafel

„Ich gebe gern etwas zurück“

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So wie Johannes Bavendiek spendeten zahlreiche Twistringer am Sonnabend für die Tafel.

Twistringen - Von Sabine Nölker. Sechs prall gefüllte Kisten mit Lebensmitteln im Wert von fast 400 Euro sind bei dem vom Sozialen Seminar des Twistringer Gymnasiums am Sonnabend veranstalteten Projekt „Eins mehr!“ im Rewe-Markt von Thorsten Marcordes zusammengekommen. „Wir sind alle begeistert von dieser Menge“, freut sich Referent René Rasche, der gemeinsam mit Schülern einige Stunden lang Kunden ansprach und auf die Aktion aufmerksam machte.

Für Lisa, Alina, Eva, Janna, Mika, Fynn, Noah, Magnus, Helen und Merle war es eine Erfahrung, um Spenden für sozial schwache Menschen zu bitten. Aber sie sind auch stolz darauf, dass sechs große Kisten durch ihren Einsatz an die Tafel gehen und Menschen glücklich machen.

Das Soziale Seminar am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium wird in Kooperation mit der Diözese Osnabrück für die zehnten Klassen angeboten und hat zum Ziel, sich mit sozialen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Dazu gehört immer ein Projekt, das die Schüler selbst gestalten.

In diesem Schuljahr standen die Themen „Nachhaltigkeit von Großveranstaltungen“ am Beispiel der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, die Situation und Umstände rund um das Thema „Gefängnis“ und die Frage, wie man in Deutschland mit Sozialhilfe lebt, im Fokus. Bei letzterem besuchten die Jugendlichen die Tafel in Twistringen und kamen auf die Idee, etwas Gutes zu tun. Bei Thorsten und Heide Marcordes stießen sie auf offene Ohren. Die Idee war, die Kunden zu animieren, ein Teil mehr einzukaufen und dieses für die Tafel zu spenden.

Grundnahrungsmittel dringend benötigt

„Haben Sie Interesse, ein Produkt mehr zu kaufen?“, fragte beispielsweise Eva die Kunden freundlich.

Dringend benötigt würden Grundnahrungsmittel wie Milch und Mehl, aber auch Konserven sowie Süßigkeiten für die Kinder.

So wie Johannes Bavendiek, der gleich vier Produkte in die großen Körbe legte, darunter Nutella und Kitkat, reagierten nicht alle Kunden. „Es ist nicht schön, wenn manche Leute sofort ablehnen“, schilderte eine Schülerin ihre Erfahrung. Zum Glück reagierte der Großteil der Kunden positiv.

„Ich finde, das ist eine super Aktion von euch“, lobte Bavendiek die Schüler. Er sprach von Wertschätzung: „Weil es mal etwas gibt, dessen Haltbarkeitsdatum nicht fast abgelaufen ist.“

Ein Kunde, der früher einmal selbst aufgrund seiner Lebenssituation zur Tafel ging, meinte: „Ich weiß, wie das ist. Jetzt geht es mir wieder gut, und ich gebe gern etwas zurück.“

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