Schulleitung appelliert an Vernunft der Besitzer

Hundekot auf dem Pausenhof

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Ein Hund erledigt seine Notdurft. Nicht überall ist es erlaubt – das Schulgelände gehört dazu. 

Twistringen - Von Andree Wächter. Es stinkt zum Himmel. Seit einiger Zeit wird der Pausenhof der Haupt- und Realschule (HRS) Twistringen als Hundeklo missbraucht. Die Hundebesitzer zeigen sich nicht einsichtig. Nun überlegt die Schulleitung, das Hausrecht durchzusetzen – bis hin zur Anzeige.

Einige Twistringer gehen regelmäßig mit ihrem vierbeinigen Freund über das Schulgelände spazieren – auch während der Schulzeit. Die Hunde laufen teils ohne Leine über den Pausenhof und verrichten dort ihre Notdurft, so Andrea Formella.

Sie ist zurzeit die kommissarische Leiterin der Schule. In den Pausen toben die Kinder auf dem Gelände. Besonders die Schüler der fünften und sechsten Klassen seien sehr aktiv. Es bleibe also nicht aus, dass die Jungen und Mädchen in den Kot treten und diesen dann ins Gebäude transportieren. Auch sei es schon vorgekommen, dass die Kinder auf einer „Tretmine“ ausgerutscht sind und nach Hause mussten, weil die Kleidung mit der Hinterlassenschaft verschmiert war.

Keine Spur von Einsicht

In einem ersten Schritt haben in den vergangenen Wochen die Lehrer das Gespräch mit den Hundebesitzern gesucht. „Die Antworten waren teilweise patzig. Wir haben die komplette Bandbreite an bekannten Ausreden gehört“, sagt Formella gefrustet. Einige meinten: „Wir bleiben auf dem Weg.“ Andere: „Der tut nichts.“ Keine Spur von Einsicht. In den Morgenstunden haben die Pädagogen rund ein halbes Dutzend Hundebesitzer ausfindig gemacht, deren Vierbeiner regelmäßig den Pausenhof als Hundeklo missbrauchen. „Was am Nachmittag passiert, wissen wir nicht“, sagt Formella. „Aber auch wenn keine Schüler da sind, ist es eine Schule und auch als solche erkennbar.“

Grundsätzlich haben Hunde auf einem Schulgelände nichts verloren, bestätigt Mischa Flaspöhler, vom Fachdienst Liegenschaften beim Landkreis, dem Schulträger der HRS. Um die Hundehalter zu ermahnen, stehen an verschiedenen Stellen entsprechende Hinweisschilder. An die hält sich aber niemand. „Als Alternative müsste man das komplette Gelände einzäunen“, sagt Flaspöhler. Und ergänzt: „Das will aber keiner.“

Es droht Haus- und Platzverbot 

Also liegt die Verantwortung bei der Schulleitung und nicht beim Schulträger. „Wir appellieren an die Vernunft der Hundebesitzer“, sagt Formella. Laut ihrer Aussage sind die Besitzer zwar schon älter, aber immer noch mobil und könnten sich bücken, um die Hinterlassenschaft aufzusammeln.

Sollte sich allerdings an der Lage nichts ändern, wird die Schulleitung das Hausrecht durchsetzen. Heißt: Die Hundebesitzer bekommen ein Haus- und Platzverbot. Sollten sie sich daran nicht halten, folgt eine Anzeige.

Der Schulelternrat unterstützt die Schulleitung. In einem Brief an die Redaktion schreibt Jutta Heuermann: Auch im Schulvorstand sind Hundehalter vertreten. Sie können das Verhalten weder nachvollziehen noch verstehen.

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