Hünenburg: Müll, Alkohol und Gelage am Abend / Polizei fährt Streife

„Das Fass ist jetzt voll“

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Die Hünenburg in Stöttinghausen steht jedem Gast offen, der nicht randaliert und Müll vernünftig entsorgt.

Stöttinghausen - Von Theo Wilke. „Irgendwann ist das Fass voll“, schimpft Manfred Feldmann und meint damit : Jetzt. Der Vorsitzende des Heimatvereins Scharrendorf-Stöttinghausen hat sogar die Polizei eingeschaltet. Seit einigen Monaten stößt Feldmann häufiger auf ausgekippten Müll, Glasscherben und andere Hinterlassenschaften in der Twistringer Hünenburg.

„Wir wurden schon mal gerufen. Wir haben jetzt verstärkt ein Auge auf die Hünenburg und fahren öfter hin und schauen uns um“, kündigt Twistringens Polizeistationsleiter Reinhard Imken an. Seit längerer Zeit klage der Heimatverein über unliebsame Vorfälle in Stöttinghausen. Dort, wo im Jahr Hunderte von Ausflüglern, Radfahrern und viele verschiedene Gruppen, von der Kita bis zum Dorfverein, die historische Schutzwallanlage mit Unterstand, Sanitäranlagen und Backhaus als Rast- und Spielplatz ansteuern und auch die Idylle genießen möchten.

„Fünf oder sechs Jahre lang ist es ganz gut gegangen“, erinnert sich Vereinsvorsitzender Feldmann. Seit dem vergangenen Jahr allerdings würden sich jugendliche Cliquen in der Hünenburg aufhalten und mehr als nur ausgetrunkene Plastikbecher in der Natur entsorgen.

In der vergangenen Woche erst ist laut Feldmann eine Mülltonne ausgekippt und aufs Dach geschleudert worden. Der Fußboden im Unterstand sei auch nicht zum ersten Mal mit „Unmengen von ausgeschütteten Flüssigkeiten“ versaut worden. „Das klebt alles. Dann müssen wir schrubben, bevor eine angemeldete Besuchergruppe eintrifft“, schildert Manfred Feldmann den zusätzlichen Aufwand.

Für den Vorsitzenden des Heimatvereins machen die Vorfälle deutlich: „Da fehlt bei Jugendlichen einfach die Wertschätzung“ – etwa von Lebensmitteln und öffentlichen Einrichtungen. Häufiger seien junge Menschen von Nachbarn beobachtet worden – zum Teil sind sie bekannt. Mancher sei schon erwischt und aufgeschrieben worden. Auch einige Schulschwänzer halten sich demnach gern in der Hünenburg auf.

Manfred Feldmann ist richtig sauer über das, was in letzter Zeit passiert. „Manche Eltern sollten sich mal Gedanken machen, was ihre Kinder in der Freizeit so anstellen und warum sie sich so daneben benehmen?“ Spätabends sei auch Alkohol im Spiel. Durch Gegröhle würden die Nachbarn aus der verdienten Feierabendruhe gerissen.

Am nächsten Tag sei dann wieder eine Ecke der Hünenburg vermüllt. Glasscherben würden herumliegen und Besucher, insbesondere spielende Kinder, gefährden. Für den Vereinsvorstand sind das unhaltbare Zustände.

„Deshalb schicken besorgte Eltern aus dem Dorf ihre Kinder auch nicht mehr zum Spielen in die Hünenburg“, weiß Feldmann und betont: „Es reicht. Wir sind nicht die Müllsammler für schlecht erzogene Kinder und Jugendliche.“

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