Anwohner gegen Radwegtrasse in Köbbinghauser Kurve / Gespräch am 1. Dezember

Hoffnung auf eine einvernehmliche Lösung

Der Radweg an der L 341 soll direkt am Haus vom Astrid Havekost (rechts) verlaufen. Nach dem Plan der Landesbehörde müssen Sträucher und Bäume weichen. - Foto: Wilke

Abbenhausen - Von Theo Wilke. Grundsätzlich begrüßt hat der Abbenhauser Ortsrat diese Woche den endlich von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Oldenburg geplanten Radweg-Lückenschluss zwischen Köbbinghausen und Beckeln. Allerdings: Verständnis zeigt man auch für die erheblich betroffene Anwohnerin Astrid Havekost in der Köbbinghauser Kurve.

Am kommenden Donnerstag, so Twistringens Erste Stadträtin Birgit Klingbeil im Ortsrat, sei im Rathaus ein gemeinsamer Gesprächstermin mit der Landesbehörde für Straßenbau, den betroffenen Anliegern in Köbbinghausen und der Stadt vorgesehen. „Wir hoffen dabei auf eine einvernehmliche Lösung“, betont Klingbeil.

Ortsrat will weiterhin Entscheidungsfreiheit

Gut 1000 Meter der geplanten Trasse liegen im Landkreis Diepholz, auf Twistringer Stadtgebiet. Der Radweg-Lückenschluss kommt. Das freut natürlich auch Astrid Havekost. Aber die Planung der Oldenburger Behörde direkt vor ihrer Haustür hat sie doch erschreckt und aufgebracht. Wir berichteten bereits ausführlich.

Nicht nur, dass der gesamte Baumbestand an ihrem Haus beseitigt würde, kritisiert Astrid Havekost. Gleichzeitig werde der notwendige Lärm- und Sichtschutz verschwinden. An der Hausecke zum Garten bliebe ihr nur knapp ein halber Meter Platz. Dann habe sie auch keinen vernünftigen Zugang mehr zu ihrem Garten, befürchtet die Köbbinghauserin. Zum Fensterputzen und Reinigen der Dachrinne müsste sie auf den Radweg.

Die Krankenschwester sieht aber eine Alternative, die sie auch der Behörde schon vorgeschlagen hat: die Dorfstraße, mit entsprechender Ausschilderung. „Radfahrer und Ausflügler benutzen diese Straße schon lange“, weiß sie.

Twistringens Bürgermeister Martin Schlake wirbt zurzeit in den Ortsräten für sein neues Ortsbudget-Modell. Soll heißen: Der bisherige Finanztopf für Gräbenreinigung, Wegebau und Schottern soll wegfallen. Alternativ würden die Ortsräte ein kleineres Budget „für kleine Dinge der Ortsgestaltung“ erhalten.

Damit ist der Abbenhauser Ortsrat nicht einverstanden. Er möchte an der bisherigen Regelung festhalten. Diese Entscheidungsfreiheit, so Erste Stadträtin Klingbeil, hätten die Ortsräte nicht. Denn die Verantwortung und Haftung liege beim Bürgermeister und der Stadt. Die Kommune sei in der Verkehrssicherungspflicht.

Nun fürchtet auch der Abbenhauser Ortsrat, in Zukunft überflüssig zu werden, wenn die Stadt die sogenannte „Entscheidungsfreiheit“ streicht.

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