Flüchtlingshilfe Twistringen im Kletterpark Stuhr-Neukrug

Höhenangst und Hindernisse überwinden

„Ich hab' Höhenangst“, doch die werden die Kinder heute überwinden.
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„Ich hab" Höhenangst“, doch die werden die Kinder heute überwinden.

Kinder von Einwanderern sind in den Kletterwald nach Stuhr-Neukrug gefahren. Die Flüchtlingsinitiative Twistringen hat sich um die Organisation gekümmert.

Twistringen/Stuhr-Neukrug – Klettern befreit den Geist und übt das Überwinden von Ängsten und Hindernissen. Zwölf junge Kinder von Einwanderern sind am Freitag in den Kletterwald nach Stuhr-Neukrug gefahren. Federführend organisierte den Ausflug die Flüchtlingsinitiative Twistringen, gefördert wurde er durch die Landesregierung.

Gabriele Hagedorn und Carola Haas von der Initiative kümmern sich ehrenamtlich um die Betreuung und dachten an eine Herausforderung für die Grundschüler. Hagedorn erzählt, dass es „unsere Erfahrung ist, dass die Kinder in ihren Familien oft nur mitlaufen und sich das Elternhaus nicht sonderlich um sie kümmert“. Dazu berichtet Haas von einem Zehnjährigen, der das erste Mal ohne Mutter unterwegs ist.

Dabei kommen die Kinder „aus allen Himmelsrichtungen“, so Hagedorn. Vor allem seien es aber Syrier, Iraker und seit Neuestem Somalier, aber auch Polen und Kinder aus Osteuropa seien dabei.

2015 gründete sich die Flüchtlingsinitiative

Die Flüchtlingsinitiative gründete sich 2015 nach dem plötzlichen Zuzug von mehr als einer Million Menschen nach Deutschland. Aktuell wollen Hagedorn und Haas ein Angebot für „besonders von der Corona-Pandemie gebeutelte Kinder“ anbieten. Mit dabei ist Betreuer Arndt Ohmann (37). Er arbeitet seit 2016 als Schulsozialarbeiter in Twistringen und engagiert sich bei außerschulischen Aktivitäten. Er hält die Unterstützung nach wie vor für notwendig, auch wenn „einige Kinder schon seit 2015 bei uns sind“, sagt er.

Zukünftig wollen Haas und Hagedorn auch die Themen Fahrradfahren und Schwimmen angehen.

Der Kletterpark Wipfelstürmer hingegen steht allen offen. Es ist ein Kletterwald für Geburtstagsgruppen, Klassen sowie Einzelkletterer. Laut Betreiber müssen Kletterer zwischen sieben und zwölf Jahren alt sein. Auf dem Gelände befinden sich Kletterstationen, Seilbahnen sowie ein Kletterboulderbaum. Außerdem gibt es einen Freifallsprung aus zehn Metern Höhe. Ein sogenanntes Saferoller-System sichert durchgehend die Kletterer.

Anmeldungen

Kletter-Anfragen nimmt Karen Kohlwey unter Telefon 0421/8788816 oder per E-Mail an wipfelstuermer@t-online.de entgegen.

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