Hitze und Schwierigkeit verlangen Teilnehmern der Abbenhauser Wettkämpfe alles ab

Highlander-Spiele werden zu einer „echten Quälerei“

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Erschöpft, aber glücklich: ein Teilnehmer-Team der Abbenhausener Highander-Spiele.

Abbenhausen - Von Heiner Büntemeyer. „Eine echte Quälerei ist das“, stöhnte ein Teilnehmer der „Abbenhauser Highlander-Spiele“ nach dem Zieleinlauf. Hinter ihm und seinen drei Teamkollegen lagen sieben Aufgaben, die ihnen an diesem heißen Sonntagnachmittag alles abverlangt hatten.

Zunächst waren sie in einen Matschparcours gesprungen, den sie kriechend durchqueren mussten. Das erfrischte sie zwar, aber der Dreck klebte fortan am Körper und an der Kleidung. Der Reifenparcours war schnell durchlaufen, aber an der Barriere waren unterschiedliche Techniken gefragt, denn diese musste fünfmal überwunden werden, und zwar möglichst schnell. Dann warteten die Kumpel schon am riesigen Traktorreifen, der sich nur gemeinsam umwälzen ließ.

Berüchtigtes Hindernis: der Strohturm mit Plane und kurzem Seil. Hier war gleichermaßen Teamwork und Muskelkraft gefragt.

Schier unüberwindlich erschien der hohe Strohturm, der mit einer glatten Plane umgeben war und von dessen Rand nur ein kurzes Stück Tau herab hing. Dieses musste erwischt werden, um sich daran in die Höhe zu hangeln. Natürlich durften die anderen Hilfestellung geben, aber der Letzte stand dann ziemlich hilflos unten und musste sich allein bemühen, das Seil zu erreichen. Danach hieß es, einen Reifenschlauch über einen hohen Pfosten zu heben. Mit viel Mühe und dem Einsatz von Räuberleitern gelang es dem Obermann, den Reifen endlich zu drehen. An der letzten Aufgabe hagelte es Strafpunkte, denn zwischen zwei Frontladern hatten die Organisatoren um Markus Wiese eine Leiter über ein Wasserbecken gelegt. Unter dieser Leiter mussten sich die Teilnehmer über das Becken hangeln. Wer ins Becken plumpste, sammelte für sein Team Strafpunkte.

Ausgepumpt und schmutzverkrustet schleppten sich die Teilnehmer über die Ziellinie – aber sie hatten es geschafft! Unter einer Dusche konnten sie sich abbrausen und sich unter dem frischen Wasser allmählich abkühlen. Neun Mannschaften beteiligten sich, darunter reine Damen- und Herrenteams, aber auch einige gemischte Gruppen.

Der Festausschuss des Schützenvereins Abbenhausen hatte dieses Dorffest vorbereitet. Bei bestem Wetter sorgten nicht nur die Spiele, sondern auch das Drum und dran wieder für beste Unterhaltung. Am Sonnabend hatte das Fest mit Livemusik des Duos „Limberg & Limberg“ begonnen. Als „Special Guests“ trat anschließen die „Dorfkapelle 2.0“ auf.

Den Highlander-Parcours weihten am Vormittag vier Kindermannschaften ein, die die gleichen Aufgaben erfüllen mussten wie nachmittags die Erwachsenen. Allerdings waren die Hindernisse ein wenig entschärft worden.

Gewinner wurde das Team „Kompetenz“ vor dem Team „No Name“. Aber alle Teilnehmer erhielten Preise und Geschenke, ebenso wie die Teilnehmer später bei den Erwachsenen. Und als Zugabe gab es an jedem Hindernis aufmunternde Rufe und anerkennenden Beifall, wenn die Aufgabe gelöst war.

Abbenhauser Highlander-Spiele

Weitere Gewinne gab es bei einer Tombola, für die an beiden Tagen Lose verkauft wurden, so dass sich an der Ausgabestelle zeitweise Warteschlangen bildeten, als die Gewinner ihre Preise abholen wollten.

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