Erneuerung beginnt im Herbst

Elektrik-Sanierung im Schwimmpark Twistringen kostet rund 45.000 Euro

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So sieht es im völlig veralteten Schaltkasten im Pumpenhaus des Twistringer Schwimmparks aus.

Twistringen - Von Theo Wilke. 45 Jahre hat der Schaltkasten auf dem Buckel, ist angerostet: Die Elektrik im Pumpenhaus des Twistringer Schwimmparks ist ein Sanierungsfall. Der Blechkasten ist völlig überaltert. Die Stromausfälle häufen sich seit Jahren.

Sobald eine der alten Schraubsicherungen herausfliegt, ist der Badebetrieb größtenteils lahmgelegt. Förderkreis, Stadt und die Firmen Vetterkind (Elektro-Apparatebau) und Gemüse Meyer lösen das Problem im Herbst. Kostenpunkt: rund 45.000 Euro.

Der Förderkreis des Freibads habe sich entschlossen, die Modernisierung noch in diesem Jahr zu ermöglichen und finanziell zu stemmen – mit Hilfe von Sponsoren, um die Stadt finanziell zu entlasten, so Förderkreis-Vorsitzender Peter Dünzelmann am Dienstag im Rathaus. 

Bürgermeister-Vertreter Horst Wiesch, stark beeindruckt vom Engagement des Fördervereins, lobte die Ehrenamtlichen und die großzügige Unterstützung durch ortsansässige Firmen.

Seit Anfang Mai kamen 25.000 Badegäste

Die Hochsommertage haben dem Schwimmpark seit der Saisoneröffnung am 3.  Mai schon rund 25.000 Besucher beschert. Vor einem Jahr waren es zu dem Zeitpunkt etwa 15.000 Badegäste. „2017 hatten wir insgesamt rund 55.000 Besucher“, so Dünzelmann. 

Der Schwimmpark habe schließlich auch unheimlich viele Dauerschwimmer, sogar aus den Nachbarkommunen. Schon deshalb sei es ganz dringend, endlich die Elektrik zu erneuern, hieß es.

„Der Förderkreis hat dafür Sponsoren gesucht – und gefunden“, berichtete Dünzelmann weiter. Die Firma Gemüse Meyer, im Rathaus-Gespräch vertreten durch Dominik Willkomm, unterstützt das Freibad schon seit Jahren, wird auch im Herbst seinen Beitrag leisten, vor allem bei der Organisation und Vermittlung von Fachfirmen. 

Und die Firma Vetterkind hat nach Aussagen von Werner Kollmeyer bereits zugesagt, kostenlos den neuen Schaltkasten zu liefern und einzubauen. Bürgermeister-Vertreter Wiesch erklärte, die Stadt habe ein Planungsbüro beauftragt. Denn die Schalttechnik, ergänzte Peter Dünzelmann, müsse schließlich mit der später geplanten neuen Schwimmbadtechnik (Pumpen und Motoren) kompatibel sein.

Zeichner Lothar Liesmann aus Bassum hat seine Gedanken zum aktuellen Problem im Twistringer Schwimmpark mit Stift und Farbe illustriert.

Die Hauptsponsoren seien Vetterkind und Gemüse Meyer, aber der Förderkreis werde keine große Spendenaktion in der Bevölkerung starten. Trotzdem sei jede weitere, auch noch so kleine Spende willkommen. „Auf jeden Fall wollen wir nach dem Ende dieser Badesaison mit der Erneuerung der Elektrik im Pumpenhaus beginnen“, betonte Dünzelmann für den 160 Mitglieder starken Förderverein. Der Schaltkasten müsse so angelegt sein, dass er in Zukunft noch ausbaufähig sei.

Wie schon so oft in der Vergangenheit, werde sich Gemüse Meyer im Pumpenhaus beteiligen. Dessen Mitarbeiter Benno Diephaus kenne die Schwimmbadtechnik wie kein anderer. Er habe auch für die Zukunft seine Unterstützung zugesagt.

Auch Technik und Pumpensystem brauchen ein Update

Ab 2019 steht die Erneuerung der Schwimmbadtechnik und des Pumpensystems ganz oben auf der Sanierungsliste. Dazu haben Experten im Auftrag der Stadt Kosten in Höhe von mehreren 100.000 Euro errechnet.

Auf Nachfrage zum nicht mehr installierten Sonnensegel über dem Babybecken führte Peter Dünzelmann zwei Gründe an: Nicht immer scheine die Sonne und schlechtes Wetter könne das Segel zerstören. Alternativ habe Bäcker Weymann sechs große Sonnenschirme gespendet. Zudem sei man mit einem Landschaftsgarten-Fachmann im Gespräch über die Pflanzung mehrerer Schatten spendende Bäume.

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