Heiligenloherin von Betrugsanrufen genervt / Polizei hat Ratschläge

„Sie haben gewonnen“

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Die Betrüger warben mit einer Reise nach England.

Heiligenloh - Silvia Kück geht ans Telefon. Eine Reise von Amsterdam nach England habe sie gewonnen, sagt eine Stimme, oder einen Vier-Tages-Trip nach Prag – plus 500 Euro Taschengeld. Freuen kann sich Silvia Kück aber nicht, denn die Heiligenloherin weiß: Das ist eine Betrugsmasche. Kück wird derzeit von penetranten Gewinnanrufern belästigt.

Um die vermeintliche Reise und das Geld zu bekommen, wird sie aufgefordert, ihre Bankdaten herauszugeben. Kück macht das natürlich nicht und legt auf.

„Ich habe definitiv an keinem Gewinnspiel teilgenommen“, berichtet sie. Ihre Vermutung: Ihre Handynummer müssten die Anrufer wohl irgendwo illegal gekauft haben.

Kück hat die Polizei eingeschaltet und will andere vor der aktuellen Betrugsmasche warnen. Auch eine Freundin in Weyhe habe bereits so einen Anruf bekommen.

Bei der Polizei sind derartige Fälle bekannt. Vor wenigen Tagen erst habe jemand in der Twistringer Dienststelle einen ähnlichen Fall zur Anzeige gebracht, berichtet Polizeisprecherin Uta-Masami Münch. Dummerweise war in dem Fall bereits Geld geflossen.

Die Polizei rät: Wer einen solchen Anruf erhält und weiß, dass er an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat, sollte keinesfalls persönliche Informationen herausgeben, sondern auflegen und die Polizei informieren. Die Angerufenen sollten sich am besten Informationen zum Anruf notieren: zum einen die Telefonnummer, aber auch weitere Details wie die Stimme des Anrufers. Diese Informationen können der Polizei bei weiteren Ermittlungen helfen.

Die angezeigte Nummer auf dem Display sollte man keinesfalls zurückrufen. Mit Pech tappt man dann in eine Kostenfalle.

Die Polizei kennt noch weitere Tricks, die auch Kück helfen dürften: Wer häufig angerufen wird (und seine Nummer nicht wechseln möchte), kann versuchen, die Anrufer mit einer Trillerpfeife abzuschrecken. Nach ein paar weiteren Versuchen dürfte den Anrufern der Spaß vergehen.

Weitere Informationen gibt es im Internet.

han

www.polizei-beratung.de

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