„Heiligenloher Ansichten“ von Hans Tiemann im Petit Musée in Bissenhausen

Malen ist seine Leidenschaft

Hans Tiemann (links) und Sohn Jochen bei der Ausstellungseröffnung.
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Hans Tiemann (links) und Sohn Jochen bei der Ausstellungseröffnung.

Bissenhausen - Die Sonne strahlt mit den Künstlern Hans und Jochen Tiemann am Sonntagvormittag in Bissenhausen um die Wette. Gemeinsam eröffnen Vater und Sohn im Beisein von 30 Gästen die sechswöchige Ausstellung „Heiligenloher Ansichten“ im Petit Musée.

„Wenn ich eine Kritik an meinem Vater habe, dann die, dass er mit seinen Tarifen die Preise kaputt macht“, meinte Jochen Tiemann alias „Bafuß“ zum Hinweis, dass alle aquarellierten Federzeichnungen nach Ausstellungsende käuflich zu erwerben sind.

Hans Tiemann ist Maler aus Leidenschaft. Bereits in jungen Jahren begann er mit Papier und Bleistift seine Ideen festzuhalten. Das er dann eine Lehre zum Maler und Lackierer absolvierte und den Meistertitel erwarb, war abzusehen. Doch auch privat war und ist das Malen seine große Leidenschaft. Mit Bleistift, Feder und Wasserfarben hält er vor allem Landschaften und Gebäude fest.

Im seltenen VHS-Kurs

die Ehefrau gefunden

In jungen Jahren fügte Sohn Jochen den Bildern dann Strichmännchen hinzu: „Ich fürchte aber, dass es diese Bilder nicht mehr gibt.“ Beruflich ging Tiemann senior andere Wege, war bis zum Ruhestand in einer Ferienanlage für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige am Steinhuder Meer tätig. Auch dort widmete er sich vor allem der Malerei.

„Als Kunstmaler ist mein Vater Autodidakt“, merkte Sohn Jochen an. Aber bei einem der wenig besuchten Kurse habe er in der VHS seine Ehefrau kennengelernt.

Am Sonntag hielten immer wieder Radfahrer an, die sich die Ausstellung im wohl kleinsten Museum weit und breit anschauten. Für die Ausstellung hat sich der Maler Motive aus der nahen Umgebung des Petit Musée ausgewählt und im Skizzenblock festgehalten.

Ausgearbeitet und gezeichnet wurden sie in seiner Küche in Neustadt am Rübenberge. „Wenn ich bei meinem Sohn und seiner Familie war, habe ich ihm lieber bei der Renovierung des Hauses geholfen“, so der rüstige Rentner.

Von den Besuchern der Ausstellung bekam der Künstler viel Lob, vor allem für die Detailtreue. Nach der Eröffnung waren Freunde und Familie zu einem kleinen Imbiss und kühlen Getränken eingeladen.

Danach hatten die Kunstfreunde die Möglichkeit, die vielen kleinen auf dem Grundstück versteckten Kunstwerke zu entdecken – ob eine alte Schreibmaschine, in der Vögel nisten, ein großer Kronleuchter mit Sprüchen von Torsten Marold oder die öffentlichen Bücherkiste.sn

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