VV Heiligenloh feiert 50. Geburtstag

„Das hätte sonst keiner gemacht“

+
Der bisher letzte Arbeitseinsatz 2015: Jürgen Heitböhn (l.) und Thomas Beuke stellten mit drei Mitstreitern ein Schild am Bouleplatz auf.

Heiligenloh - Von Maik Hanke. Sie haben Bäume und Büsche gepflanzt, Beete und einen Rodelberg angelegt, den Friedhof neugestaltet, Brücken gebaut und vieles mehr. In den vergangenen 50 Jahren haben die Mitglieder des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Heiligenloh das Bild ihres Ortes geprägt. Am Sonnabend feiert der Verein Jubiläum.

„All die Sachen hätte sonst keiner gemacht“, sagt der Vereinsvorsitzende Jürgen Heitböhn. „Wenn wir das alles nicht gemacht hätten, möchte ich nicht wissen, wie es hier aussehen würde“, ergänzt der zweite Vorsitzende Thomas Beuke. Er vermutet: „Das ganze Ortsbild würde anders aussehen – gar nicht gepflegt.“

Ziel des Vereins ist es 2015 wie schon 1965, das Dorf schöner zu gestalten. „Wenn der Ort ein vernünftiges Bild abgibt, dann freuen wir uns“, sagt Heitböhn. Den Vorsitzenden ist dabei das Ergebnis wichtiger als die Aufmerksamkeit. „Nicht so viel reden – machen“, das ist deren Motto. Trotz Mehrarbeit in ihrer Freizeit sind Heitböhn und Beuke nach wie vor mit Spaß dabei, erzählen sie.

Landwirt spendet

1965 erste Bänke

Bei einer Bürgerversammlung am 13. Mai 1965 wurde der Verkehrs- und Verschönerungsverein Heiligenloh gegründet. Heitböhn und Beuke, die erst kürzlich die ersten Protokolle gelesen haben, berichten: Noch während der Versammlung kündigte ein Landwirt an, er spende das Holz für vier Bänke. Wenige Wochen nach der Ankündigung standen die Bänke, und der Verein hatte seinen ersten Arbeitseinsatz absolviert.

50 Jahre später ist Heiligenloh in einem guten Zustand, finden Heitböhn und Beuke. Das beweise das regelmäßig außergewöhnlich gute Abschneiden des Ortes im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. In Heiligenloh gebe es eine sehr gute Infrastruktur, „was sehr selten vorkommt in einem Ort dieser Größenordnung“. Heitböhn zählt auf: Kindergarten, Schule, Arzt, Feuerwehr, Turnverein, Supermarkt – alles da.

Attraktiv ist Heiligenloh aber eben auch durch die Arbeit des Verkehrs- und Verschönerungsvereins. Im vergangenen Jahr hatten die Vereinsmitglieder etwa Strahler in die Erde eingelassen, die nun die Kirche anleuchten. Außerdem legten sie die Boulebahn an.

Am vergangenen Wochenende stellten Heitböhn und Beuke zusammen mit Jens Melle, Burkhard Osterloh und Lothar Constabel ein großes Holzschild am Bouleplatz auf. Auf der einen Seite ist eine Karte von Heiligenloh abgebildet, auf der anderen stehen die Bouleregeln. Die Spielkugeln liegen gleich dabei.

Jubiläumsfeier

am Sonnabend

Am Sonnabend wird die Boulebahn offiziell eingeweiht, wenn der Verein dort sein Jubiläum feiert. Für 16.30 Uhr lädt der Vorstand zu einer kleinen Party ein – „eine Gelegenheit, dass sich alle Heiligenloher mal treffen“, sagt Heitböhn.

Mit der Veranstaltung möchte der Verein außerdem versuchen, neue Mitglieder zu werben. Es ist ein erklärtes Ziel des Vereins, dass eines Tages jeder Haushalt mit einem Mitglied im Verein vertreten sein soll. Zurzeit hat der Verein 113 Mitglieder. Das sind laut Heitböhn und Beuke etwa die Hälfte der Haushalte.

Aktuell denkt der Verein darüber nach, am Trampelpfad bei der Straße „Vor dem Fang“ eine Mauer mit einem Schild anzubringen. Darauf soll die alte Sage „Der Fang bei Heiligenloh“ erzählt und so vor dem Vergessen bewahrt werden.

„Von den Mitgliedsbeiträgen können wir so eine Aktion nicht stemmen“, sagt Beuke. Gerade einmal acht Euro kostet die Mitgliedschaft pro Jahr. Der Verein ist also auf Sponsoren angewiesen. Wie schon 1965.

Mehr zum Thema:

London: Polizei ermittelt in Umfeld des Attentäters

London: Polizei ermittelt in Umfeld des Attentäters

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Stadt, Land, Fluss rund um Hameln

Stadt, Land, Fluss rund um Hameln

Mit Streetart-Touren die etwas andere Kunst entdecken

Mit Streetart-Touren die etwas andere Kunst entdecken

Meistgelesene Artikel

Rettungsdienste und Polizei proben Ernstfall

Rettungsdienste und Polizei proben Ernstfall

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Platz eins für „Lloyd“

Platz eins für „Lloyd“

Kommentare