Studentin startet anonyme Patientenumfrage

Hausärztliche Versorgung im Blick

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Umfrage unter Patienten zur hausärztlichen Versorgung in Twistringen: Ariana Borchers (r.) mit Anke Raven. 

Twistringen - Von Theo Wilke. Wie lang sind zurzeit die Wartezeiten in den Arztpraxen, wie lange dauert es eigentlich, einen regulären Termin bei einem Hausarzt zu bekommen? Wie gut sind Praxen überhaupt erreichbar? – Drei von insgesamt 22 Fragen, die Inhalt einer am Mittwoch gestarteten anonymen Umfrage unter Patienten in Twistringen sind.

Auf die Antworten ist Ariana Borchers (24), Studentin der Pflegewissenschaft an der Universität Bremen, gespannt. Die Umfrage läuft bis Ende September. Die Bögen liegen in Arztpraxen, Apotheken und im Rathaus-Foyer aus. Auch im Internet ist der Fragenkatalog auf der Stadtseite abrufbar.

Für die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Ariana Borchers steht im Mittelpunkt der wissenschaftliche Ansatz: „Wie erleben Bürgerinnen und Bürger im Twistringer Raum die Situation der hausärztlichen Versorgung, und wie gehen sie damit um?“ Die Twistringerin arbeitet im Rahmen ihres Bachelor-Studiums als Praktikantin beim Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen im Twistringer Rathaus. Das Forschen gehört dazu. Von der Demografie- und Seniorenbeauftragten Stephanie Kröger im Fachbereich Familie und Soziales kam der Anstoß zu dieser Umfrage.

„Um den Ist-Zustand zu erheben und ein Stimmungsbild einzufangen“, habe sie mit ihrem Uni-Professor den Fragenkatalog entwickelt, so die Twistringer Studentin. Sie garantiert den Teilnehmern an der Aktion absolute Anonymität: „Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nur zur Auswertung im Rahmen dieses Meinungsbildes genutzt.“ 

Bis Mitte Oktober sollen die Antworten ausgewertet sein. Wer das Ergebnis schriftlich möchte, muss der Studentin eine E-Mail schicken. Weitere Infos stehen auf dem Umfragebogen.

Fachbereichsleiterin Anke Raven und Erste Stadträtin Birgit Klingbeil sehen in der Umfrage auch die Chance, wie die Stadt auf Problemfelder reagieren und helfen kann, etwa bei der Erreichbarkeit der Arztpraxen. Ariana Borchers hat inzwischen 400 Fragebögen verteilt, und sie hofft, dass am Ende bis zu 200 Bögen zurückkommen werden.

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