Handwerker sichten junge Talente

Zehntklässler nutzen das Angebot der Werkhalle in Twistringen

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Luna probiert sich am Stand von Plöger Bau. Sie soll aus einer Schieferplatte ein Herz fertigen.

Twistringen - Für die Zehntklässlerinnen Serafine und Luna stand am Freitagmorgen der Besuch der Werkhalle 51 auf dem Stundenplan. Gemeinsam mit Schulleiterin Andrea Formella und der Lehrerin Ines Ozegowski sowie 65 Mitschülern waren sie der Einladung zum ersten Talenttag an der Bremer Straße gefolgt. Die Jugendlichen konnten sich über sieben Ausbildungsbesuche informieren.

Vorgestellt wurden Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Gärtner im Garten- und Landschaftsbau, Möbeltischler, Maler, Maurer, Zimmermann sowie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Aussteller Christian Wiese begrüßte die Schüler und forderte sie auf, Fragen zu stellen. „Habt keine Hemmungen. Guckt euch alles an, probiert alles aus und fragt uns, wenn ihr Fragen habt.“

Luna und Serafine begaben sich zunächst an den Stand des Malerbetriebs L&R aus Bassum. „Eigentlich möchte ich Chemielaborantin werden“, gestand Luna. Sie wolle aber auch sehen, was ihr das Handwerk bietet. „Einige Berufe sind durchaus interessant, und außerdem sucht das Handwerk immer Azubis.“ Serafine möchte sich eher in Richtung Gesundheit orientieren. „Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung oder Arzthelferin sind ganz interessante Berufe“, so die 17-Jährige. „Aber ich könnte mir auch einen Beruf wie Malerin oder Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik vorstellen“. Wie gut, dass mit dem Malereibetrieb L&R eine Fachfirma vor Ort war. Die Auszubildende Svenja Steinhagen konnte den beiden jungen Frauen auch gleich die Vorzüge ihres Berufs vorstellen. „Er ist abwechslungsreich, macht Spaß und wir haben ständig Kontakt zu Menschen.“ Dies bestätigte ihr Chef René Lewa. „Ein Maler streicht oder tapeziert nicht nur Wände. Er lackiert, verwendet viele spezielle Techniken und verlegt Fußböden.“

Weitere Vorteile: Man habe das ganze Jahr über zu tun und nach der erfolgreichen Ausbildung können Interessierte gleich die Meisterschule besuchen.

Für Lewa steht die handwerkliche Begabung von Bewerbern im Vordergrund. Interessierte können sich sowohl mit einem Hauptschul-, als auch mit einem Realschulabschluss bewerben.

Ein Stand weiter vermittelte Jan-Philipp Meyer, Geschäftsführer von Turner, einer Gruppe den Beruf des Gärtners für Garten- und Landschaftsbau. Derzeit würden viele Mädchen diesen Beruf wählen, die im Anschluss studieren möchten, so seine Beobachtung. „Das empfehlen wir auch in unserem Job. Erst Ausbildung, dann Studium. Das kommt bei den späteren Arbeitgebern gut an.“

Auch die weiteren Stände in der Werkhalle 51 waren gut besucht. Vor allem die, bei denen die Jugendlichen aktiv werden konnten.  

sn

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