Fertigstellung bis Ende 2022

Grundstein für neues Seniorenquartier in Twistringen

Ort der Begegnung: So soll das neue Seniorenzentrum aussehen. VISUALISIERUNG: SPECHT GRUPPE
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Ort der Begegnung: So soll das neue Seniorenzentrum aussehen.

Sie ist nicht zu übersehen: Die Baustelle an der Steller Straße, Ecke Schwarzer Weg. Bis Ende 2022 soll dort ein neues Seniorenquartier mit 99 Pflegeplätzen entstehen.

Twistringen - Am Freitag erfolgte die offizielle Grundsteinlegung für mit Bürgermeister Jens Bley und Vertretern beteiligter Firmen. Die Baubetreuung liegt in den Händen der Bremer Specht Gruppe. Geschäftsführer Frank Markus schwebt Wohnen mit Hotelcharakter vor. Er verdeutlicht: „Wir möchten etwas realisieren, von dem wir glauben: So etwas fehlt noch in Twistringen.“ Das Grundstück an der Steller Straße sei perfekt: Nicht am Rande, sondern mittendrin. Es misst rund 4750 Quadratmeter.

Seniorenquartier bringt Twistringen etwa 70 neue Arbeitsplätze

99 Einzelzimmer sind geplant, jeweils mit Bad, außerdem zahlreiche Gruppen- und Gemeinschaftsräume. Im Erdgeschoss soll ein großes Café mit Terrasse nicht nur die Bewohner selbst zum Verweilen einladen. Volker Feldkamp,  Geschäftsführer der zukünftigen Betreibergesellschaft Emvia Living, führt aus: „Die Wohnküchen in den oberen beiden Etagen verfügen über einen Balkon beziehungsweise eine Dachterrasse. Dort können unsere Bewohner und Bewohnerinnen künftig aktiv sein oder einfach die Aussicht auf die Nachbarschaft genießen.“ Jeden Tag werde in einer Gastronomieküche im Erdgeschoss frisch gekocht. „Wir schaffen rund 70 Arbeitsplätze in den Bereichen Pflege, Betreuung, Küche, Hauswirtschaft und Haustechnik.“

Bis in dem Seniorenquartier Gemüse fürs Abendessen geschnibbelt werden kann, fällt noch einiges an Arbeit an. Bisher ist eine Hälfte der Bodenplatte gegossen. Doch schon in zwei Wochen soll der zweite Teil fertig sein, sodass die Maurerarbeiten beginnen können.

Bei der Grundsteinlegung: (v.l.) Tanja und Paul Roosmann, Frank Markus (Specht Gruppe), Heinz Beekmann (vom Investor Aedifica), Hinderikus Alberts (Unternehmen d.h.g.), Bürgermeister Jens Bley und Volker Feldkamp (Emvia Living).

Zeitkapsel mit Zeitung und Coronatest

Der Grundstein soll in der Nähe des Eingangs viele Jahrzehnte überdauern. Im Inneren schlummert eine Zeitkapsel, mit einer aktuellen Ausgabe der Kreiszeitung, Planungsunterlagen, Teilen einer Twistringer Strohhülse, einer Maske und einem Coronaschnelltest.

Das Investitionsvolumen für das Seniorenquartier liegt bei rund 16 Millionen Euro. Investor ist die belgische Firma Aedifica. Deren Deutschland-Chef Heinz Beekmann unterstreicht, dass das Gebäude als KfW-55-Effizienzhaus geplant ist. Bedeutet: Der Energiebedarf wird niedriger als die Vorgaben der Energiesparverordnung, zum Beispiel durch eine verstärkte Dämmung, Fenster mit Dreifach-Verglasung und ein Blockheizkraftwerk.

Emvia Living betreibt Seniorenzentrum in Twistringen

Die Emvia Living Gruppe mit Sitz in Hamburg betreibt mehr als 55 Einrichtungen in Deutschland, 15 weitere sind in Planung oder im Bau. Geschäftsführer Feldkamp kündigte an, dass im Seniorenquartier in Twistringen dann auch Leute temporär unterkommen können, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt.

Initiator des Projekts sind Paul und Tanja Roosmann von der Firma IPS Lingen. Die Bauarbeiten laufen unter der Regie des Generalunternehmens d.h.g aus Bruchhausen-Vilsen. Viele Firmen arbeiten also zusammen und lassen sich auch von den explodierenden Baupreisen nicht abhalten.

Die Zeitkapsel. Eine Kreiszeitung wanderte auch hinein.

Bürgermeister Jens Bley freut sich über das Projekt. Der Demografische Wandel sei sehr einschlagend, sagt er. „Wir waren im politischen Raum erst skeptisch, weil wir nicht wussten: Welcher Betrieb steckt dahinter“, erinnert Bley. „Jetzt sind wir als Stadt sehr froh und guten Gewissens.“

Von Katharina Schmidt

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