Eine Partei weniger im Rat

Kommunalwahl in Twistringen: Grüne und FWG holen auf

Bei der Stimmabgabe: Das Bild zeigt Erstwähler Tom Knabe im Wahllokal im Feuerwehr-Gerätehaus.
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Bei der Stimmabgabe: Das Bild zeigt Erstwähler Tom Knabe im Wahllokal im Feuerwehr-Gerätehaus.

Die CDU bleibt stärkste Kraft in Twistringen, hat bei der Stadtratswahl am Sonntag aber an Stimmen eingebüßt: Kam sie vor fünf Jahren noch auf 47,9 Prozent, so sind es jetzt nur noch 41,1 Prozent. Sie muss einen Sitz abgeben. Aufgeholt haben hingegen die Grünen und die Freie Wählergemeinschaft (FWG).

Twistringen - Unterm Strich verändert sich die Verteilung im Stadtrat nicht gravierend. Die CDU hat noch elf Sitze und damit am meisten, gefolgt von FWG, Grünen, SPD und FDP. Allerdings ist jetzt eine Partei weniger vertreten: Marion Urbanski, die in Twistringen die einzige Kandidatin für Die Linke war, schaffte es nicht erneut in den Rat. 310 Stimmen (1,84 Prozent) reichen dafür nicht ganz aus.

Die Grünen kommen auf 17,43 Prozent (2016: 14 Prozent) und sichern sich damit einen zusätzlichen Sitz. Sie sind nun zu fünft in dem Gremium. Ähnliche Entwicklung bei der FWG: Mit 20,18 Prozent der Stimmen (2016: 16,87) stockt sie die Zahl der Sitze ebenfalls von vier auf fünf auf. Sowohl die Grünen als auch die FWG galten schon vor fünf Jahren als Gewinner der Wahl.

Die FDP verzeichnet mit 8,88 Prozent ebenfalls einen Anstieg (2016: 7,13). Der ist jedoch zu gering, als dass er sich auf die Zahl ihrer Sitze im Rat auswirken würde. Es bleibt bei zwei Sitzen für die Freien Demokraten.

Alles beim Alten auch bei der Anzahl der Sitze für die SPD: Angesichts eines Ergebnisses von 10,57 Prozent (2016: 11,77) behält sie ihre drei Sitze.

Stadtratswahl in Twistringen: Reaktionen aus der Politik

Die Stimmen für den Stadtrat waren um etwa 22.40 Uhr ausgezählt. „Wir sind schon zufrieden“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Kunst bezogen auf das Ergebnis für dieses Gremium. Zwar habe die CDU einen Sitz verloren, „man muss sich aber auch die gesamtpolitische Diskussion in den vergangenen Wochen vor Augen halten“, meinte er. Der „schwierige Bundeswahlkampf“ wirke sich auch auf kommunaler Ebene aus.

Begeisterung hingegen bei den Grünen. „Super! Fünf Sitze – das freut uns sehr“, lautete Sylvia Holste-Hagens Kommentar zu dem Wahlergebnis. Die Arbeit in der vergangenen Wahlperiode habe sich ausgezahlt. „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren gute Politik gemacht“, sagte sie und nannte als Beispiel Engagement für Ehrenamt, Senioren, Klima und Umwelt.

Gute Stimmung auch bei der FWG. Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren gab es die Wählergemeinschaft noch nicht lange, umso spannender war das Ergebnis in diesem Jahr. Fraktionsvorsitzender Ulrich Helms: „Wir freuen uns, dass die Vorschusslorbeeren, die wir damals bekommen haben, es offensichtlich wert waren, und die Wähler uns in diesem Jahr sogar einen weiteren Sitz gegönnt haben.“

„Wir hätten gerne drei Sitze gehabt“, sagte Fritz Wüppenhorst (FDP). „Aber ich bin trotzdem zufrieden.“

5 851 Twistringen machten ihre Kreuze bei der Kommunalwahl in Twistringen. 109 Stimmzettel waren in diesem Jahr ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,97 Prozent. 2016 waren es 54,48 Prozent.

Die Ergebnisse im Überblick gibts hier

Von Katharina Schmidt

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