ADFC stellt weiteres Mahnmal auf: An der Kreuzung B 51 / Raiffeisenstraße

Ghost-Bike nun auch in Twistringen

Mahnmal: Der ADFC hat in Twistringen ein weiteres Ghost-Bike aufgestellt.
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Mahnmal: Der ADFC hat in Twistringen ein weiteres Ghost-Bike aufgestellt.

Twistringen – Der ADFC hat ein weiteres Ghost-Bike aufgestellt – seit Sonntag steht das weiße Rad in Twistringen an der Kreuzung B 51 (Lindenstraße)/Raiffeisenstraße. Dort verlor am 29. Oktober eine 63-jährige Radfahrerin bei einem tragischen Verkehrsunfall ihr Leben, wir berichteten. Die Frau war stadtauswärts auf dem linksseitigen Radweg mit Benutzungspflicht unterwegs gewesen und war dann von einem Lastwagenfahrer übersehen worden.

Der ADFC-Kreisverband hält diesen Bereich für gefährlich. Auf der Internetseite heißt es: „Der tödliche Unfall kommt nicht überraschend. Linke Radwege innerorts sind gefahrenbehaftet.“

Die Einmündung B51/Raiffeisenstraße sei werktags mit „Vorsicht zu genießen“, so der ADFC, denn an der Raiffeisenstraße liegen ein großes Gewerbegebiet und mehrere Verbrauchermärkte. „Also gibt es reichlich Lkw- und Pkw-Verkehr, der aus der Raiffeisenstraße auf die B 51 einbiegen will“, schreibt der ADFC-Sprecher Holger Opitz. Die Ortsdurchfahrt B 51 sei an dieser Stelle wiederum mit 10 000 Fahrzeugen belastet. „Zu gewissen Tageszeiten ist es für die Abbieger also nicht leicht, eine Lücke im vorfahrtberechtigten Kfz- und Rad-Verkehr der B51 zu finden. Und wie üblich, werden dann ganz gerne mal die links fahrenden Radfahrer beim Herausfahren übersehen, weil Autofahrer tendenziell irgendwann nur noch nach links – also auf den Rechtsverkehr– gucken“, so Opitz.

Der ADFC wünscht sich dort eine Ampelanlage und verweist auf ein Schreiben aus dem Jahr 2019. „Wir regen an, den Knotenpunkt B51/Raiffeisenstraße/Köglerstraße mit einer Lichtsignalanlage auszustatten“, lautete damals der Wunsch an die Planfeststellungsbehörde. Der ADFC wurde jedoch enttäuscht. „Beim Umbau der Ortsdurchfahrt B 51 – etwa 2025 – soll ein rechtsseitiger Radweg angelegt werden. Leider endet dieser aber etwa 30 Meter vor der Kreuzung zur Raiffeisenstraße, so dass die Radfahrer auch in Zukunft links fahren müssen“, bedauert der Kreisverband. Eine Ampel würde die gefährlichen Einbiege- und Abbiegemanöver der Fahrzeuge aus den wartepflichtigen Straßen in die B51 entschärfen, ist der ADFC überzeugt.

Da das Planfeststellungsverfahren für die Sanierung der B51 bereits seit zwei Jahren läuft, sieht Twistringens Erster Stadtrat Harm-Dirk Hüppe kaum eine Möglichkeit, dort im Nachhinein noch eine Ampel zu installieren. Dieser Bereich zähle im Übrigen laut Hüppe auch nicht zu den Unfallschwerpunkten. Der Unfall sei tragisch, hätte aber auch an jeder anderen Kreuzung passieren können.  al

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