Seit mehr als 30 Jahren bieten Twistringer Geflügelzüchter ihren Markttag an

Geschlüpfte Küken Erlebnis für Kinder

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Für Aurelie, Anne, Erasmus, Jan und Malte (v.l.) ist es ein ganz besonderes Erlebnis, beim Kükenmarkt ein flauschiges Eintagsküken in die Hand zu nehmen.

Twistringen - Von Heiner Büntemeyer. Seit mehr als 30 Jahren veranstaltet der Geflügelzuchtverein Twistringen einen so genannten Kükenmarkt, der sich in dieser Zeit zu einer festen Einrichtung entwickelt hat und von Züchtern der Region zwischen Minden, Nienburg und Bremen gern besucht wird.

Die ersten Gäste stehen am Sonntagmorgen schon kurz nach sieben Uhr vor der Schützenhalle. Es sind Züchter, die entweder einen Teil ihrer jungen Kaninchen, Tauben, Enten, Wellensittiche oder Hühnerküken und Junghennen verkaufen oder für die eigene Zucht noch passende Tiere erwerben wollen.

Verkaufserlös fließt in die Vereinskasse

„So gegen 9 Uhr kommen dann die Eltern mit ihren Kindern“, berichtet Vereinssprecherin Waltraud Koopmann.

Für die meisten Kinder ist der unmittelbare Kontakt zu Küken und anderen Jungtieren ein aufregendes Erlebnis. Sie schauen zu, wie unter der Brutmaschine die noch feuchten Küken aus dem Ei schlüpfen, und ihr Herz schlägt höher, wenn sie ein Küken behutsam in die Hand nehmen dürfen.

Der „Kükenring“, in dem der Nachwuchs unter der Wärmelampe umherwuselt, ist ständig umlagert. „Schon allein wegen dieser Darbietung ist der Kükenmarkt einen Besuch wert“, erklärt ein Vater, der seine Tochter dabei beobachtet, wie sie vorsichtig ein Küken in die Hand nimmt.

An einer Wand stehen zahlreiche mit Sägespänen ausgepolsterte Ringe, in denen sich weitere Küken unter einer Wärmelampe drängeln. Dabei handelt es sich um Rasseküken, die für diesen Markt von Mitgliedern des Vereins gespendet wurden.

Die meisten Züchter spenden die Eier der von ihnen gezüchteten Hühnerrasse, und Uwe Welz legt sie so unter seine Brutmaschinen, dass sie rechtzeitig zum Markttag schlüpfen. „Der Erlös aus dem Verkauf dieser Küken kommt der Vereinskasse zugute, denn allein mit dem Standgeld der auswärtigen Anbieter lassen sich die Kosten nicht decken“, erklärt Vorsitzender Stefan Siegmann.

Natürlich müsse jeder Anbieter vor Marktbeginn einen gültigen Impfausweis vorlegen, betont Organisator Heinz Meyer, der an diesem Sonntag mit dem Besuch sehr zufrieden ist. Für die meisten Anbieter hat sich der Kükenmarkt ebenso gelohnt, auch wenn sie offiziell von „schleppenden Umsätzen“ sprechen.

Die Vereinsmitglieder Norman Finster und Michael Bienert hören sich das schmunzelnd an, sie kennen ihre Pappenheimer: „Wer gibt denn freiwillig zu, dass er guten Umsatz gemacht hat?“

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