„Es geht nach den Ferien aufwärts“

Andrea Formella wird HRS-Schulleiterin

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Andrea Formella wird neue Schulleiterin.

Twistringen - Von Theo Wilke. „Es geht nach den Ferien aufwärts. Ich bin da optimistisch“, betont Andrea Formella, bisher Konrektorin der Twistringer Haupt- und Realschule (HRS). Formella wird zum 1.  August zunächst kommissarisch, nach der Probezeit dann offiziell Schulleiterin.

Sie hatte sich auf die Stelle beworben. Andrea Formella hofft sehr, dass es nach den Sommerferien auch wieder eine Schulsozialarbeitskraft geben wird. Das Bewerbungsverfahren läuft zurzeit noch. Außerdem kommen neue Lehrkräfte an die Schule, um die Unterrichtsversorgung zu verbessern. Und eine länger erkrankte Pädagogin kehrt zurück.

Schulsozialarbeit liegt monatelang brach

Die Haupt- und Realschule Twistringen blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Es gab Unterrichts- und Lehrerausfälle – und spätestens seit März 2017 liegt die Schulsozialarbeit brach. Keine Berufsbörse, keine Firmenbesuche, keine Streitschlichter-AG mehr, auch vieles andere nicht mehr. Darum hatten sich die von Bethel im Norden abgeordneten Sozialarbeiterinnen Maren Menke und Andrea Chwialkowski gekümmert. Zu finanziell schlechteren Bedingungen des Landes wollten die beiden nicht in Twistringen weiterarbeiten (wir berichteten).

Nun gibt es mehrere Bewerber für die neue Sozialarbeit. Das freut Andrea Formella und nährt ihre Hoffnung, dass die Schulsozialarbeit als entscheidender Beitrag zur präventiven und integrativen Arbeit mit Schülern nach der Sommerpause wieder angeboten werden kann. Gemeinsam mit dem bisherigen stellvertretenden Schulleiter Andreas Deters und Kollegin Ines Oszegowski hatte Formella in den vergangenen Monaten die Haupt- und Realschule geführt und manche Klippe umschiffen müssen.

Eigenes Vertretungskonzept habe gegriffen

„Grundsätzlich bedarfsgerecht versorgt“ worden sei die Haupt- und Realschule Twistringen im vergangenen Schuljahr, so dass der Pflichtunterricht gesichert gewesen sei, erklärt indes Bianca Schöneich, Sprecherin der Landesschulbehörde aus Lüneburg. „Es ist jedoch zutreffend, dass eine Lehrkraft häufig vertreten werden musste.“ Dies habe die Schule mit dem eigenen Vertretungskonzept aufgefangen. Der überwiegende Anteil der Stunden konnte laut Schöneich durch Lehrkräfte vertreten werden, nur in wenigen Einzelfällen habe es keinen Unterricht gegeben.

Die Mutter eines Sechstklässlers sah und sieht das anders. Sie hatte schon vor vielen Wochen Missstände an der Haupt- und Realschule beklagt und enttäuscht feststellen müssen, dass sich über längere Zeit nichts verbessert hätte. Im Gegenteil: Es sei noch schlimmer geworden, berichtete sie uns. Und: Was sei das für eine Vertretung, wenn die Kinder stundenlang in der Aula sitzen und ein Bild malen würden. „Die Kinder kommen mit dem Lehrstoff nicht nach.“

Zusätzliche Lehrerstellen

Zum Thema Schulsozialarbeit äußert Pressesprecherin Schöneich, dass das Land Niedersachsen eine halbe Stelle für die Schulsozialarbeit in Landesverantwortung ausgeschrieben habe, das Stellenbesetzungsverfahren laufe aber noch.

Außerdem: „Wir haben an der Haupt- und Realschule eine hinreichende Anzahl an Stellen zum kommenden Schuljahr ausgeschrieben. Die Anzahl der Bewerber ist noch nicht befriedigend. Wir arbeiten daran und prüfen darüber hinaus weitere personelle Maßnahmen,“ sagt die Sprecherin der Landesbehörde.

Bei Bedarf berate die zuständige schulfachliche Dezernentin die Schule darüber, wie der Pflichtunterricht mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen sichergestellt werden kann.

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