Stadtkommando der Feuerwehren Twistringen blickt auf 115 Einsätze zurück

„Gehen deutlich an die Grenzen der Einsatzkräfte“

Offizielle und Geehrte des Stadtkommandos. Foto: Meyer

Twistringen - 115 Einsätze zählte das Stadtkommando der Feuerwehr Twistringen im vergangenen Jahr. Und darunter waren nur sehr wenige Unwettereinsätze. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Klaus Krebs hob bei der Jahreshauptversammlung besonders die Großbrände hervor, bei denen hohe Sachwerte gerettet werden konnten. Er erläuterte auch Hintergründe zu außergewöhnlichen Einsätzen, wie zum Beispiel den Stromausfall und zwei Sprungrettereinsätze.

„Aufgrund der Mitgliederzahl gehen wir deutlich an die Grenzen der Einsatzkräfte“, lautete sein Fazit zum ehrenamtlichen Engagement der aktiven Mitglieder.

Diese hätten nicht nur die Einsätze, Dienste, Ausbildung und vieles mehr absolviert, sondern auch 110 Lehrgänge besucht.

Stadtbrandmeister Heinrich Meyer-Hanschen freute sich über zahlreiche Neuaufnahmen, sodass aktuell 192 Menschen der Einsatzabteilung mit ihren fünf Ortsfeuerwehren angehören.

Er musste Bernhard Jürgens als Vorsitzenden der Alterskameraden vertrösten. 2018 wurde das Gesetz geändert und die Altersgrenze auf 67 Jahre angehoben. Somit werde es nun die nächsten Jahre keine Übertritte in die passive Abteilung geben. Außer, die Mitglieder treten freiwillig über. Das sei ab 55 Jahren möglich.

Passive Mitglieder gibt es zurzeit 94, 37 sind in der Jugendfeuerwehr engagiert.

Bei der erheblichen Stundenzahl von mehr als 20 000 freute sich der Stadtbrandmeister über die stabile Dienstbeteiligung von 63 Prozent.

Schade sei, dass zwei Gruppen nicht mehr an den Wettbewerben auf Landkreisebene teilnehmen möchten.

Das Fahrzeugkonzept aus 2010 sei fast umgesetzt, sodass man bereits an einer Neuauflage arbeitet.

Carsten Werft war gemeinsam mit Julia Wellhausen als Vertreter der Twistringer Stadtverwaltung an diesem Abend mit dabei. Er dankte im Namen der Verwaltung nicht nur für die geleisteten Einsätze, sondern unterstrich auch die Wichtigkeit im Stadtleben.

Uwe Stubbemann ließ es sich als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Diepholz nicht nehmen, zwei Ehrungen persönlich vorzunehmen: Matthias Harms (Twistringen) und Friedrich Wellhausen (Heiligenloh) wurden mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze ausgezeichnet. Die Ehrung unterstreicht deren Engagement als langjährige Ortsbrandmeister.

Während sich Wellhausen nach 24 Jahren Führungsarbeit nun zurückzieht, bleibt Harms dem Stadtkommando als Sicherheitsbeauftragter erhalten. Beide sind noch in den Einsatzabteilungen aktiv.

Maik Nordloh (Heiligenloh) wurde von den Ortsbrandmeistern und deren Stellvertretern einstimmig als neuer Stadtjugendfeuerwehrwart bestätigt.

Meyer-Hanschen konnte den stellvertretenden Ortsbrandmeistern Carsten Meyer (Natenstedt) und Sven Schütte (Rüssen) die Dienstgrade 1. Hauptlöschmeister verleihen.

Friedrich Wellhausen und Christina Haberkamp (Rüssen) wurden aus dem Stadtkommando verabschiedet. Haberkamp trat nach vielen Jahren aktiven Dienst in der Jugendfeuerwehr nicht zur Wiederwahl an.

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