Geflügelfutter-Produzent Best3 investiert in eigenen Gleisanschluss

Die ersten Getreidezüge rollen Anfang 2016

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Das Twistringer Unternehmen Best3 wird bis Jahresende die Arbeiten für den Gleisanschluss und die neue Entladestation mit drei Rundsilos abschließen.

Twistringen - Von der Straße auf die Schiene, auch der Umwelt zuliebe: Die ersten Eisenbahnzüge, beladen mit Weizen, Roggen oder Mais, werden spätestens ab Januar 2016 auf dem Gleis der Deutschen Bahn zum Mischfutterwerk Best3 im Industriegebiet rollen. Bis zu 70 Züge pro Jahr oder 40 Prozent der gesamten Rohware würden die Twistringer Stadtstraßen entlasten und den Schwerlastverkehr verringern, betont Unternehmenschef Bernd Bröring.

Voraussetzung dafür ist der neue elektrifizierte Gleisanschluss für Best3 an der Hauptbahnstrecke Bremen-Osnabrück, zwischen Bahnhof und Brücke der Nienburger Straße. „Einen erheblichen einstelligen Millionenbetrag“ investiere das Unternehmen für Geflügelernährung, erklärt Bröring auf Nachfrage.

Standortsicherung und

Verkehrsentlastung

Die ersten Planungen habe es bereits 2012 gegeben. „Ein sehr komplexer Vorgang“ sei das Genehmigungsverfahren durch die Behördeninstanzen gewesen. Im Frühjahr 2015 konnten die Arbeiten auf dem Gelände der früheren Firma Kraftfutter Meyer beginnen. „Wir liegen im Zeitplan“, meint der geschäftsführende Gesellschafter der Bröring-Gruppe aus Dinklage – Hauptgesellschafter von Best3 in Twistringen.

Von der Bahnüberführung aus sind heute schon in Richtung Osnabrück zwei jeweils 350 Meter lange Schienenstränge als Abstellgleise zu sehen. Sie gewährleisten im kommenden Jahr, dass ein kompletter, 700 Meter langer Eisenbahnzug in einem Durchgang abgefertigt werden kann.

Weil am selben Tag die jeweilige Ladung gelöscht werden muss, entsteht zurzeit am Mischfutterwerk eine neue Entladestation mit drei riesigen Rundsilos. Der Firmenchef geht davon aus, dass zunächst zwei Eisenbahnzüge pro Woche anrollen. Festgelegte Fahrtage soll es aber nicht geben.

Das für die Mischfutterproduktion nötige Getreide stammt zumeist aus der regionalen Landwirtschaft. Ab Jahresbeginn 2016 werden rund 40 Prozent der Rohware oder etwa 100000 Tonnen jährlich auf der Bahnschiene angeliefert.

Tag für Tag werden rund 1000 Tonnen Nahrung für Geflügel, insbesondere Hähnchen, aber auch Puten und Legehennen produziert – bis zu 280000 Tonnen im Jahr. Ausgeliefert wird das Mischfutter an die landwirtschaftlichen Zuchtbetriebe weiterhin komplett mit Lastwagen.

Bernd Bröring setzt auf den Standort: „Wir wollen weiter profitabel wachsen.“ Die jüngste Investition sichere langfristig die zurzeit mehr als 70 Arbeitsplätze in der Produktion und im kaufmännischen Bereich. Bröring betont die wirtschaftlichen Vorteile durch den Gleisanschluss ebenso wie die Nachhaltigkeit des Projektes für Mensch und Umwelt. Der Geschäftsführer möchte noch mehr Verkehr auf die Schiene bringen und diesen Vertriebszweig weiter ausbauen.

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