Defekter Schieber im Boden

Gasalarm: 40 Menschen müssen Wohnungen verlassen

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Rund 80 Kräfte waren im Einsatz.

Twistringen - Von Maik Hanke. Aufregung am Sonntagabend in Twistringen: An der Kreuzung Wildeshäuser Straße/Topheide trat Gas aus. Grund war ein defekter Schieber im Boden. 80 Feuerwehrkräfte sperrten den Bereich weiträumig ab und evakuierten die umliegenden Gebäude.

Die Feuerwehr wurde gegen 19.30 Uhr über Sirenen alarmiert. Der Gasgeruch war laut Feuerwehrbericht zu dem Zeitpunkt deutlich wahrnehmbar. Auch ein Warngerät schlug aus. Zunächst war unklar, wo das Gas austrat und wie groß die akute Gefahr war. „Man wusste nicht, wie hoch die Gaskonzentration war“, erklärt Feuerwehrsprecher Jens Meyer auf Nachfrage. Unter schwerem Atemschutz sperrte die Feuerwehr den Bereich ab und brachte 40 Menschen aus den umliegenden Gebäuden in Sicherheit.Das Gymnasium stand als Aufnahmestelle zur Verfügung. Die meisten Menschen kamen aber bei Bekannten unter. Niemand kam zu Schaden.

Mit Messgeräten wurden die umliegenden Häuser untersucht – alle gasfrei. Gas-Versorger EWE Netz fand schließlich einen defekten Schieber im Boden, also eine undichte Verbindung zur Gasleitung. Wie lange von dort bereits Gas ausgetreten war, ist laut dem Feuerwehrsprecher unklar. Unter der Leitung des Twistringer Ortsbrandmeisters Matthias Harms waren insgesamt 80 Feuerwehrleute aus fünf Ortsfeuerwehren (Twistringen, Borwede, Natenstedt, Ridderade und Rüssen) im Einsatz. 25 Haushalte waren am Montag ohne Gas. Unterstützung gab es von weiteren Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis, darunter auch die Gefahrgutstaffel und eine Messgruppe.

Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet und die Anwohner konnten zurück in ihre Häuser. Für die Menschen sei am Sonntagabend keine Gefahr ausgegangen, sagte EWE-Sprecherin Ina Buchholz am Montag. An der Luft verflüchtige sich das Gas sehr schnell. Ein konkretes Explosions-Risiko habe es demnach nicht gegeben. Die Firma Bohlen und Doyen übernahm die Reparaturarbeiten. Bis Montagnachmittag waren 25 Haushalte ohne Gas. In den kommenden Tagen wolle die EWE den erneuerten Schieber verstärkt kontrollieren. Den Defekt habe niemand vorhersehen können, sagt EWE-Sprecherin Buchholz. „Das ist wie ein Fahrradreifen.“ Die EWE kontrolliere die einzelnen Elemente ihrer Netze alle zwei Jahre. „Das hätten wir entdeckt, wenn da was nicht in Ordnung gewesen wäre“, sagt Buchholz.

Gaseinsatz in Twistringen

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