Ganz ohne Hut: Zauberhafte Kaninchen

Amelie und Mattis sind die jüngsten Mitglieder im Twistringer Kaninchenzuchtverein

Starker Nachwuchs für den Kaninchenzuchtverein: Mattis und Amelie.
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Starker Nachwuchs für den Kaninchenzuchtverein: Mattis und Amelie.

Wir haben uns mit Amelie und Mattis getroffen. Sie sind die jüngsten Mitglieder im Twistringer Kaninchenzuchtverein

Twistringen – „Einmal habe ich Kaninchen gesucht, da wurden sie im Puppenwagen umhergeschoben.“ André Sander schaut schmunzelnd zu seiner Tochter Amelie. Die Sechsjährige grinst. „Oder in der Schubkarre!“, fügt sie hinzu. Keine Frage, Amelie hat die flauschigen Tiere früh ins Herz geschlossen. Sie und Mattis Rickers – er ist genauso alt und genauso tierlieb – sind die jüngsten Mitglieder im Kaninchenzuchtverein F321 Twistringen.

Um der Kreiszeitung ein bisschen was über ihr Hobby zu erzählen, machen die beiden bereitwillig eine Pause vom Trampolinspringen. Was gehört denn alles zum Kaninchenzüchten dazu? „Füttern!“, antwortet Amelie prompt. „Und ihnen Wasser geben“, ergänzt Mattis. Hinzu kommt: Ställe ausmisten und anschließend mit neuem Stroh auslegen. Klingt nach Arbeit. Macht das denn auch Spaß? Da müssen die beiden nicht überlegen: „Ja!“

So klein und sooo niedlich: Ein ganz junges Kaninchen aus dem Hause Sander.

Amelie hat 15 eisen- und dunkelgraue Farbenzwerge. Mattis kommt auf zehn japanerfarbige Zwergwidder. Und bald bekommt er noch Farbenzwerge, erzählt der Junge aufgeregt. Die Tiere der Kinder leben in guter Gesellschaft. Sowohl bei Sanders als auch bei Rickers’ hoppeln um die 50 Karnickel herum. Das Hobby liegt in den Familien.

Offiziell dürfen Amelie und Mattis erst seit ihrem fünften Geburtstag züchten. „Eigentlich sind sie aber schon so lange dabei, wie sie auf der Welt sind“, sagt André Sander, der im Verein der zweite Vorsitzende ist. Inzwischen haben Amelie und Mattis schon Pokale in ihren Zimmern stehen, die von ihren Erfolgen zeugen. Vor einer Weile berichteten wir zum Beispiel bereits darüber, dass Amelie auf der Landes-Jugend-Jungtierschau in Sandborstel bei Bremervörde auf Anhieb den besten Rammler der Jugendgruppe stellte.

Der Kaninchenzuchtverein F321 Twistringen hat aktuell 34 erwachsene Mitglieder, hinzu kommt die vierköpfige Jugendgruppe. Nachwuchs zu finden, ist nicht so leicht. Die Erfahrung machen Kaninchenzüchter in ganz Deutschland. „Viele Vereine haben gar keine Jugendabteilung mehr“, bedauert André Rickers, der Papa von Mattis.

Auch dieses Kaninchen lebt bei Familie Sander.

Corona macht die Situation nicht leichter. Konnte der Twistringer Kaninchenzuchtverein seine Schau Ende November in der Twistringer Schützenhalle noch unter besonderen Hygienemaßnahmen veranstalten, so fiel kurz danach schon wieder alles aus. Das trübt die Freude an der Zucht – zumal dadurch Gelegenheiten fehlen, Bewertungen für die Tiere zu erhalten und sie zu verkaufen, um so einen Teil der Ausgaben für das Hobby wieder reinzuholen. Nicht nur das Futter kostet, sondern zum Beispiel auch das Impfen. Pro Impfung sind es zwar nur fünf Euro, bei 50 Tieren oder mehr läppert sich das aber schnell.

Vor allem jedoch fehlt angesichts der fehlenden Schauen das Zusammensein, der Austausch, die ganze Atmosphäre. „Einfach mit den anderen Züchtern schnacken und neue Kontakte knüpfen“, erzählt Rickers. „Dadurch entstehen auch neue Freundschaften.“

Wie bei so vielen lautet ein Wunsch des Twistringer Kaninchenzuchtvereins für das anstehende neue Jahr: Mehr Normalität.

Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten: www.kaninchen-f321.de

Von Katharina Schmidt

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