Woche für das Leben in Twistringen

Für einen würdevollen Umgang mit dem Tod

Begleitung bis zum Schluss: Welche Angebote es gibt, wird in der Woche des Lebens deutlich.
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Begleitung bis zum Schluss: Welche Angebote es gibt, wird in der Woche des Lebens deutlich.

Twistringen – Leben im Sterben. So lautet das Motto der 26. bundesweiten Woche für das Leben. Die ökumenische Aktion sensibilisiert immer zwei Wochen nach Karsamstag für einen menschenwürdigen Umgang mit dem Tod. Im Zuge dessen gibt es in Twistringen im Pfarrzentrum der katholischen Kirche nach Terminabsprache Möglichkeiten für Gespräche mit Fachleuten. Hinzu kommen virtuelle Vorträge.

Samstag, 17. April: Zentrale Eröffnungsfeier

Der überregionale Auftakt mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer anschließenden Hauptveranstaltung wird am 17. April ab 10.30 Uhr im Livestream aus Augsburg übertragen. Wer zusehen will: Zugang zum Stream gibt’s über www.woche-fuer-das-leben.de.

Montag, 19. April: Senioren beraten

Heiner Koopmann und Waltraud Schlake vom Freiwilligen Forum Twistringen (FFT) und der Seniorenberatung stehen am 19. April für Gespräche zur Verfügung, von 9 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr. Das Angebot ist konfessionsübergreifend. Bei dem FFT handelt es sich um ein Team Freiwilliger in der St.-Anna-Gemeinde. Es bietet unter anderem Fahrten zu Fachärzten oder Krankenhäusern an, Einkaufshilfen, Besuchsdienste, Begleitung für Rollstuhlfahrer, Hilfe bei Behördengängen und Obdachlosenbetreuung. In der Seniorenberatung können sich Senioren und Angehörige zu allen möglichen Themen beraten lassen. Das Team unterstützt auch beim Ausfüllen von Anträgen.

Dienstag, 20. April: Wie kann Seelsorge helfen?

Seelsorgerin Ina Eggemann lädt für den 20. April zwischen 9 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 17 Uhr zu persönlichen Gesprächen ein. Fragen, die im Fokus stehen können, sind: Welche Rituale kann kirchliche Seelsorge in der Sterbebegleitung bieten? Wie möchte ich bestattet werden? Folge ich dabei meinen Wünschen oder dem Druck der Umstände? Wer hilft mir, mich für die letzte Reise vorzubereiten?

Mittwoch, 21. April: Letzte Lebensphase im Heim

„Mein Wille zählt“ heißt ein Projekt, über das Manuela Nedjarim einiges zu berichten weiß. Sie ist Beraterin für GVP (Gesundheitlichen Voraus-Planung zum Lebensende). „Unser Ziel ist es, unsere Bewohnerinnen und Bewohnern nach ihren Wünschen und Wertvorstellungen zu versorgen, auch wenn sie ihren Willen selbst nicht mehr äußern können“, berichtet Nedjarim. „Wir beraten und helfen beim Erstellen von Dokumenten wie Patientenverfügungen, Betreuungs- und Vorsorgevollmachten und Notfallbögen.“ Sie steht am 21. April von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr für Gespräche zur Verfügung.

Mittwoch, 21. April: Ambulante Hospizbegleitung

Viele Menschen verspüren am Ende ihres Lebens das Bedürfnis, über Dinge zu sprechen, die ihnen besonders am Herzen liegen. In dieser Phase stehen Hospizler dem schwerstkranken Menschen zur Seite. Er oder sie hört zu, informiert und hilft dabei, Wünsche zu erfüllen. Auch für Angehörige sind Hospizler da. Ansprechpartnerin zu diesem Thema ist in der Woche für das Leben Silke Meier-Sudmann, Koordinatorin des Malteser Hospizdienstes. Sie ist am 21. April von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr im Pfarrzentrum.

Donnerstag, 22. April: Patientenverfügung

Silke Meier-Sudmann hilft einen Tag später, am 22. April, von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, auch bei Fragen zu Patientenverfügungen.

Donnerstag, 22. April: Palliative Versorgung

Für den Palliativstützpunkt im Landkreis Diepholz informiert Bianca Sengün über ambulante Palliativversorgung. Petra Brackmann, Einrichtungsleitung des Hospizes Zugvogel, steht für alle Fragen zur stationären Hospizbegleitung zur Verfügung. Termine für Gespräche: 9 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

Freitag, 23. April: Selbstbestimmt sterben

Zur Debatte um Sterbehilfe hat das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 das Recht auf selbstbestimmtes Sterben einschließlich freiwilliger Suizidbeihilfe festgeschrieben. Mittlerweile liegen Gesetzentwürfe vor. Kirchen und die Hospizbewegung warnen vor einer Normalisierung der „Option Suizid“ und wachsendem sozialen Druck auf Leidende. Sie werben stattdessen für fachliche und menschliche Begleitung. Martin Splett, Referent für Hospizarbeit und Trauerpastoral für das Bistum Osnabrück, geht am 23. April von 14 bis 17 Uhr in einer Zoom-Videokonferenz auf die Debatte ein. Anmeldungen an ina.eggemann@live.de.

Wann soll eine Behandlung, die das Leben verlängern kann, abgebrochen werden? Claudia Kemper beleuchtet am 24. April ab 16 Uhr in einem Online-Vortrag ethische Fragen und lädt zur Diskussion ein. Sie leitet den ambulanten Hospizdienst Bassum. Anmeldung: silke.meier-sudmann@malteser.org.

Anmeldung

Die Beratungen sind nur nach Terminabsprache und unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Anmeldeschluss ist der 16. April. Sollte angesichts der Pandemie in der Aktionswoche kein persönliches Gespräch möglich sein, kontaktieren die Organisatoren die Teilnehmer. Anmeldung (wenn nicht anders angegeben) unter 04243/9703005.

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