Zwei neue Stadtbeauftragte, viele Ideen und Umzug

Malteser wollen sich in Twistringen wieder breiter aufstellen

„Weil Nähe zählt“: Unter dem Motto wollen sich die Malteser in Twistringen breiter aufstellen. Vorne: Die neuen Stadtbeauftragten Judith Habermann und Iwona Theissen (v.l). Dahinter: Silke Meier-Sudmann, Koordinatorin bei den Maltesern, Stefan Hanekamp, der unter anderem beim „Mobilen Einkaufswagen“ helfen will, und Daniela Link, die die Wohnpflege St. Josef leitet und sich freut, dass die Malteser dort nun ihr Domizil haben.
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„Weil Nähe zählt“: Unter dem Motto wollen sich die Malteser in Twistringen breiter aufstellen. Vorne: Die neuen Stadtbeauftragten Judith Habermann und Iwona Theissen (v.l). Dahinter: Silke Meier-Sudmann, Koordinatorin bei den Maltesern, Stefan Hanekamp, der unter anderem beim „Mobilen Einkaufswagen“ helfen will, und Daniela Link, die die Wohnpflege St. Josef leitet und sich freut, dass die Malteser dort nun ihr Domizil haben.

Die Malteser in Twistringen sind umgezogen, und auch sonst tut sich bei der Organisation einiges. Ein neues Projekt ist der „Mobile Einkaufswagen“. Dazu gibt es am Montag, 11. Oktober, einen Infoabend im Rathaus.

Twistringen - Zuletzt war es recht ruhig geworden um die Malteser in Twistringen. Nun nehmen sie wieder Fahrt auf – mit einem neuen Domizil, vielen Ideen und zwei engagierten Stadtbeauftragten.

Ansprechpartnerinnen der Malteser in Twistringen: Judith Habermann und Iwona Theissen

Judith Habermann und Iwona Theissen sind jetzt die ehrenamtlichen Ansprechpartnerinnen vor Ort. Sie sind voller Elan, als sie bei einem Pressetermin darüber sprechen, dass sich die Malteser in Twistringen künftig wieder breiter aufstellen wollen. „Es ist zum Beispiel ganz wichtig, dass die Erste-Hilfe-Kurse wieder aufleben“, verdeutlicht Habermann.

Sie hat – neben ihrer Praxis als psychologische Beraterin – viele Jahre lang im Namen der Malteser Seniorengymnastik angeboten. „Dadurch bin ich in die Position der neuen Stadtbeauftragten hineingerutscht.“

Die Twistringerin ist überzeugt: Die Malteser brauchen vor allem „Leute, die Herz haben“. Sie schaut zu ihrer Stadtbeauftragten-Kollegin, und ihr Blick lässt keinen Zweifel: Iwona Theissen ist solch ein Mensch. „Wenn wir zwei uns unterhalten, sagen wir immer: Man müsste viel mehr machen, direkt vor Ort in Twistringen“, erzählt Habermann. Das Engagement bei den Maltesern sei eine Herzensangelegenheit.

Die beiden sind seit März 2020 die Stadtbeauftragten. Sie übernahmen die Aufgabe nach einer längeren Vakanz – der Tod ihres Vorgängers Georg Beuke hatte eine große Lücke gerissen. Die Pandemie bremste das Zweiergespann anfangs aber aus. „Jetzt hoffen wir, dass sich Corona etwas beruhigt“, sagt Judith Habermann.

Neue Räume in der Wohnpflege St. Josef

Passend zum Neustart gibt es neue Räume. Die Malteser sind mit ihrem Hospizdienst in eine Wohnung im zweiten Stock der Wohnpflege St. Josef gezogen. Die Einrichtung liegt am Mörsener Kirchweg 20/22, nur einen Katzensprung entfernt vom vorherigen Domizil am Mörsener Kirchweg 24. Das war von vornherein nur als Übergangslösung gedacht.

Den Malteser Hospizdienst in Twistringen gibt es seit 27 Jahren. Laut Koordinatorin Silke Meier-Sudmann bringen sich an die 30 Ehrenamtliche ein.

Ein neues Angebot, das die Malteser für Twistringen planen, ist der „Mobile Einkaufswagen“.

Infoabend am Montag, 11. Oktober

Mit dem Angebot „Mobiler Einkaufswagen“ wollen die Malteser in Zusammenarbeit mit der Stadt Twistringen älteren und in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen ermöglichen, einmal pro Woche selbstbestimmt einzukaufen und sich auszutauschen. Sie hoffen, ehrenamtliche Helfer zu finden. Gesucht werden Fahrerinnen und Fahrer mit Pkw-Führerschein sowie Begleitpersonen. Sie holen Fahrgäste ab, helfen beim Ein- und Aussteigen sowie im Supermarkt und tragen bei Bedarf Taschen. Jeweils zwei Ehrenamtliche sind auf einer Tour unterwegs (ein bis zwei Einsätze im Monat). Sie sind über die Malteser versichert. Am Montag, 11. Oktober, ist um 19 Uhr ein Infoabend im Rathaus Twistringen. Anmeldung bei Annelie Wöllmann (04243/9703005) oder Stephanie Tewes-Ahrnsen (0541/9574537).

Neben dem „Mobilen Einkaufswagen“ soll es ein familienentlastendes Angebot geben, bei dem sich Ehrenamtliche Zeit für hilfsbedürftige Familienmitglieder nehmen – zum Beispiel bei gemeinsamen Spielen, Spaziergängen oder einem Besuch im Freizeitpark. Eben das, was sich Betroffene wünschen. Während die Malteser kostenlos die Betreuung übernehmen, werden Angehörige für ein paar Stunden entlastet.

Interessierte Familien können sich bei den Maltesern melden. Gleiches gilt für Menschen, die sich engagieren möchten. So wie Stefan Hanekamp, der frisch nach Twistringen gezogen ist. Er braucht nicht viele Worte, um seine Motivation zu beschreiben: „Weil ich schon immer gern anderen helfe.“ Auch Annelie Wöllmann ist im Team.

Weitere Mitstreiter sind willkommen. „Wir suchen Ehrenamtliche, die Zeit, Lust und Herz haben“, so Habermann. Sie und Iwona Theissen betonen, dass die Malteser Ehrenamtliche entsprechend schulen.

Kontakt: Judith Habermann, 01735702207

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