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Free Rider brauchen dringend Erde für ihre Down-Hill-Strecke

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Von: Sabine Nölker

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Peter Retzlaff auf dem Gelände in Abbenhausen. Derzeit sind die Arbeiten aufgrund des Wetters und fehlender Erde ins Stocken geraten. ARCHIVBILD: NÖLKER
Peter Retzlaff auf dem Gelände in Abbenhausen. Derzeit sind die Arbeiten aufgrund des Wetters und fehlender Erde ins Stocken geraten. © ARCHIVBILD: NÖLKER

Die Free Rider möchten den Biker Park frühjahrsfit machen. Doch das Wetter macht Probleme. Und Erde für die Down-Hill-Strecke fehlt.

Abbenhausen – Allzu gerne möchten die Verantwortlichen des Biker Parks aktiv werden – sportlich und handwerklich. „Wir haben den ganzen Dezember versucht, den Biker Park frühjahrsfit zu machen, damit man dort schnellstmöglich fahren kann“, erklärt Peter Retzlaff, Vorsitzender des Bikervereins Free Rider Friedeholz. Allerdings geht es nicht so schnell voran, wie die Vereinsmitglieder gehofft hatten.

Problematisch sei die Lage der Anlage in einer Mulde. Aber auch der Lehmboden, auf dem das Wasser nicht ablaufe, trage Schuld an den Verzögerungen. „Es gelingt uns einfach nicht, da es immer wieder regnet.“ Deswegen hofft der Verein auf besseres Wetter im Februar. „Wir brauchen zwei trockene Wochen, damit wir alles in Ordnung bringen können“, so Retzlaff weiter.

Schwer im Magen liege ihm auch die Down-Hill-Strecke. „Wir bekommen sie einfach nicht fertig.“ Zwar sei durch die Hilfe des THW Bassum und einiger Sponsoren, die für Erde und den Transport gesorgt hatten, im vergangenen Jahr viel geschafft worden. „Aber es fehlt uns die Erde, die wir weiterhin dringend für die Fertigstellung benötigen.“ Mutterboden, Sand oder Lehm: „Eigentlich ist es egal, was für einen Bodenaushub wir bekommen“, fährt der Vorsitzende fort. Nur scheint im Augenblick niemand Erde für die Biker zu haben.

Ab ins „Mountainbike-Nirvana“

Ein Lichtblick sei das Angebot der Stadt Syke gewesen, die ein neues Grundstück versprochen habe, auf dem eine reine Down-Hill-Strecke gebaut werden sollte. „Auf 300 Metern richtig gutes Gefälle versprach für die Fahrer, eine gute Sache zu werden“, so Retzlaff. Doch habe es zwei Beschwerden von Syker Bürgern gegeben, sodass dieses Projekt auf Eis liege. „Wie soll ich das den Kids erklären?“

Deshalb fahre er aktuell an jedem Wochenende mit bis zu acht Bikern in das Weserbergland, den Deister oder Teuteburger Wald. In den Sommer-, Herbst- und Weihnachtsferien ging es an die Côte d’Azur, zwischen Cannes und Nizza, in das „Mountainbike-Nirvana“. Sechs Fahrer waren dabei, für den Sommer haben sich bereits acht angemeldet.

Diesem Sport eine Chance geben

Viel Lob bekomme die Strecke in Abbenhausen im Internet. „In den Sommermonaten hatten wir 64 und mehr Gastfahrer zu Besuch“, erläutert der Vorsitzende. Viele buchen übers Internet, füllen dann dort die Haftungsausschlusserklärung aus und geben eine kleine Spende, um die der Verein bittet. Aus Osnabrück, Hamburg, Hannover, Stade und Bielefeld, „also aus dem gesamten norddeutschen Raum kommen die Fahrer zu uns“.

Drei Lines mit zehn Sprüngen warten auf die Fahrer. „Aber wer das täglich macht, der braucht Abwechslung.“ Andere Städte würden den Mountainbikern große Gelände für ihren Sport zur Verfügung stellen. Hier sehe das anders aus. „Dabei könnten unsere Jungs ganz oben mitfahren, bekommen aber keine Möglichkeiten für ein gutes Training geboten“, fügt Retzlaff hinzu.

„Ich würde mir wünschen, dass Bassum, Syke und Twistringen als eine Gemeinschaft zusammenarbeiten, um diesem Sport eine Chance zu geben“, so sein Appell an die Verantwortlichen.

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